Vor allem im Bereich Photovoltaik und Offshore-Wind könnten viele neue Jobs entstehen.

Vor allem im Bereich Photovoltaik und Offshore-Wind könnten viele neue Jobs entstehen.

Bild: © Omika/AdobeStock

Von Daniel Zugehör

Die jüngsten Ausschreibungen im Bereich erneuerbarer Energien waren deutlich überzeichnet. Die Bundesnetzagentur hat jetzt die Ergebnisse für Biomasse und Solaranlagen auf Gebäuden veröffentlicht. Gebote konnten bis zum 1. Oktober abgegeben werden.

Biomasse: Wettbewerb bleibt intensiv

Zum vierten Mal in Folge war die Ausschreibung für Biomasseanlagen demnach stark überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 234 Megawatt (MW) gingen 712 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 622 MW ein. Davon entfielen 31 MW auf 17 Gebote für Neuanlagen und 591 MW auf 695 Gebote für Bestandsanlagen.

Die Bundesnetzagentur erteilte 283 Zuschläge. Zehn erhielten Neuanlagen mit insgesamt 14 MW, die mit 273 meisten Zuschläge Bestandsanlagen (220 MW). Die Gebotswerte lagen zwischen 12,92 Cent (ct)/Kilowattstunde (kWh) und 17,93 ct/kWh, der durchschnittliche Zuschlagswert sank auf 17,33 ct/kWh (Vorjahresrunde: 17,80 ct/kWh).

Erstmals keine Südquote

Mehr als die Hälfte der Zuschläge entfielen auf Standorte in Bayern (67 MW, 92 Zuschläge) und Niedersachsen (56 MW, 63 Zuschläge). Auf den drei Plätzen dahinter liegen die Bundesländer Baden-Württemberg (21 MW, 26 Zuschläge), Mecklenburg-Vorpommern (21 MW, 14 Zuschläge) und Nordrhein-Westfalen (18 MW, 26 Zuschläge).

Die gesetzliche Bevorzugung südlicher Standorte wurde zum ersten Mal ausgesetzt, wodurch der Anteil der Zuschläge in der Südregion auf 37 Prozent sank (Vorrunde: 50 Prozent).

Solar: Rekord bei Aufdachanlagen

Die Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden erreichte mit 434 MW die höchste jemals eingereichte Gebotsmenge in diesem Segment. Die ausgeschriebene Menge betrug 258 MW, und es wurden 209 Gebote eingereicht.

Zuschläge erhielten 119 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 259 MW. Die Gebotswerte lagen zwischen 7,45 ct/kWh und 9,69 ct/kWh, mit einem durchschnittlichen Zuschlagswert von 9,04 ct/kWh (Vorrunde: 8,94 ct/kWh).

Nordrhein-Westfalen und Bayern vorn

Die meisten Zuschläge entfielen auf Nordrhein-Westfalen (58 MW, 21 Zuschläge) und Bayern (48 MW, 21 Zuschläge). Weitere Zuschläge gingen etwa an Baden-Württemberg (24 MW, 9 Zuschläge) und Hessen (21 MW, 9 Zuschläge).

Neue Termine

Die nächste Ausschreibungsrunde für Biomasseanlagen findet am 1. April 2025 statt, während Solaranlagen auf Gebäuden am 1. Februar 2025 erneut ausgeschrieben werden. Weitere Informationen und Statistiken sind auf der Website der Bundesnetzagentur verfügbar (Biomasse, Solar).

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