Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) ist für rasche politische Gespräche mit Frankreich über mögliche Wasserstoff-Pipelines in den Süden Europas. Man brauche «eine Verständigung über die Grenze hinweg auch darüber, dass wir das auch wollen», sagte Rehlinger am Mittwoch bei Wasserstoffkongress der Großregion in Saarbrücken. Die Stahlindustrie im Saarland könne nur mit «grünem Wasserstoff» konkurrenzfähig bleiben. Dazu brauche es aber Verbindungen in sonnen- und windreichere Regionen Europas.

«Vielleicht brauchen wir dazu einen ehrlichen Diskurs auch mit unseren französischen Nachbarn, wie sehr denn wirklich ein Transportnetz gewollt ist durch Frankreich», sagte Rehlinger. Man müsse dabei die grundsätzliche Frage, ob man Atomstrom oder auch andere Energieformen wolle, «außen vor» lassen. Wenn die EU sowohl Industrialisierung wie Klimaschutz wolle, dann müsse sie «auch dafür sorgen, dass die Industrialisierungsstrategie nicht auf der Zeitstrecke hängenbleibt», sagte sie.

Luxemburg kritisiert die französische "Atomlobby

Der luxemburgische Energieminister Claude Turmes sagte, die Region habe das Potenzial, eine Kreuzung der wichtigen Wasserstoff-Infrastruktur zu werden. So billig wie Spanien und Portugal könne man aber nicht Wasserstoff produzieren. «Die Frage ist, ob die Nuklearlobby in Frankreich die Umrüstung von Gaspipelines erlaubt.» Er wolle dafür kämpfen, dass diese Atomlobby eine solche Pipeline aus Spanien und Portugal nicht verhindern könne. Luxemburg werde auch versuchen, den Finanzplatz Luxemburg in der «neuen Welt des Handels mit grünem Wasserstoff» zu etablieren.

Der Kongress am Mittwoch war Teil einer «Woche des Wasserstoffs Süd» (25. Juni bis 3. Juli) unter anderem im Saarland, in der bei etlichen Veranstaltungen Potenziale von Wasserstoff als Energieträger vorgestellt werden sollten. Auch Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sind bei Aktionswoche im Boot. (dpa/amo)

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