Über 460.000 Solarmodule werde in Brandenburg verbaut, um künftig Ökostrom zu erzeugen. Wenn alles klappt, geht die vollständige Anlage noch dieses Jahr in Betrieb.

Über 460.000 Solarmodule werde in Brandenburg verbaut, um künftig Ökostrom zu erzeugen. Wenn alles klappt, geht die vollständige Anlage noch dieses Jahr in Betrieb.

Bild: © EnBW

Mehrere Energiefirmen fordern Zuschüsse für Solaranlagen auf stillgelegten Äckern. Die 17 Unternehmen zielen auf Flächen ab, die nach Auflagen der EU nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden sollen, um die biologische Vielfalt (Biodiversität) zu vergrößern.

"Dies ist höchst sinnvoll, da es eine effiziente Flächennutzung ermöglicht und die für den Erneuerbaren-Ausbau nötige Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern, Landwirtschaft und Kommunen stärkt", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Positionspapier. Unterzeichnet haben es unter anderem die Münchner Baywa r.e, EnBW, Eon Solar und Vattenfall.

Mit Landwirtschaft kombinieren

Auf Agrarflächen sind bislang Solar-Freiflächenanlagen üblich, dort bauen die Bauern nichts mehr an, sondern produzieren ausschließlich Strom. "Biodiversitäts-Photovoltaik" würde bedeuten, dass die Bauern eine Solaranlage mit extensiver - also nicht intensiv betriebener - Landwirtschaft kombinieren können. Praktisch bedeutet dies, dass die Reihen der Solarmodule in wesentlich größeren Abständen montiert werden als bei Freiflächenanlagen, und Regenwasser den Boden überall erreichen kann.

So genutzte Agrarflächen könnten über Jahrzehnte regenerieren, argumentierte Matthias Taft, der Chef der Baywa r.e.. "Für die ambitionierten PV-Ausbauziele werden keine zusätzlichen landwirtschaftliche Nutzflächen beansprucht." (dpa/jk)

Lesen Sie dazu auch: Erneuerbaren-Verband will Biodiversitäts-PV zum Standard machen

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