So sollen die 6-MW-Turbinen aussehen. Das Genehmigungsverfahren für den Windpark der Leag in dieser neuen Leistungsklasse läuft demnächst an.

So sollen die 6-MW-Turbinen aussehen. Das Genehmigungsverfahren für den Windpark der Leag in dieser neuen Leistungsklasse läuft demnächst an.

Bild: © GE Renewable Energy

Derzeit sind nur 0,47 Prozent der Bundesfläche für die Windenergie an Land rechtskräftig ausgewiesen und verfügbar. Größtes Hemmnis: der Arten- und Vogelschutz identifiziert. Das haben Expertinnen und Experten von Guidehouse Germany, dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) und der Stiftung Umweltenergierecht in der Studie "Flächenverfügbarkeit und Flächenbedarfe für den Ausbau der Windenergie an Land" herausgefunden.

"Um das im Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) verankerte Ziel von 1,4 Prozent bis 2027 zu erreichen, müsste die verfügbare Flächenkulisse demnach verdreifacht werden", sagt Carsten Pape vom Fraunhofer IEE.

Für das Flächenziel von 2,0 Prozent bis 2032 wäre sogar eine Vervierfachung erforderlich, so der Forscher weiter. Die aktuellen Entwürfe erhöhen demnach die verfügbare Flächenkulisse lediglich auf 0,61 Prozent der Bundesfläche.

Gefahr der Unterzeichnung

Die Studie soll zudem zeigen, dass das noch verfügbare Leistungspotenzial der rechtskräftig ausgewiesenen Flächen sowie das Potenzial der aktuellen Entwürfe nicht ausreichen, um den zukünftigen Bedarf an Windenergieanlagen zu decken.

"Es besteht die Gefahr massiver Unterzeichnungen in den Ausschreibungen in den kommenden Jahren und einem deutlich zu geringem Zubau an Windenergieanlagen, sofern nicht bereits zeitnah erhebliche Neuausweisungen erfolgen", mahnt der Leiter der Studie Marian Bons von der Unternehmensberatung Guidehouse Germany.

160 GW Leistung

Für das langfristige Leistungsziel von 160 GW prognostizieren die Forscher einen Flächenbedarf von etwa 1,8 Prozent der Bundesfläche. Das derzeitige langfristige Flächenziel von 2,0 Prozent soll damit voraussichtlich ausreichen. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von verschiedenen Einflussfaktoren wie der Nutzbarkeit der Flächen, der Flächeneffizienz und der Technologieentwicklung ab, geben die Studienautoren zu bedenken. (jk)

Zur Studie

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