Bruno Le Maire, französischer Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung.

Bruno Le Maire, französischer Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung.

Bild: © Foto: Tobias Schwarz/AFP Pool/dpa

Außer für den bereits verhängten Einfuhrstopp für Kohle aus Russland habe die Regierung von Präsident Emmanuel Macron diesen immer auch für Erdöl gefordert, sagte Le Maire am Dienstag dem Sender Europe 1. Denn die erste Devisenquelle von Kremlchef Wladimir Putin sei seit einigen Jahren nicht das Gas, sondern das Öl. Ohne die zögerliche Haltung einiger Länder wäre das Ölembargo längst in Kraft, meinte Le Maire, ohne die entsprechenden Länder beim Namen zu nennen. «Wir müssen unsere europäischen Partner noch überzeugen.»

Furcht vor wirtschaftlichen Schäden ist groß

Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die EU inzwischen einen Importstopp für russische Kohle beschlossen und weitere beispiellose Sanktionen verhängt. Immer wieder wird auch über einen sofortigen Ausstieg aus russischem Gas oder Öl diskutiert. Davor schrecken Deutschland und andere Länder aber aus Furcht vor wirtschaftlichen Schäden bislang zurück.

So hatte etwa die chemische Industrie auf ihren großen Verbrauch von Öl und Gas verwiesen und vor schwerwiegenden Folgen für die Wertschöpfungsketten im Land gewarnt, sollte zu längeren Ausfällen von Anlagen kommen. Etwa 95 Prozent aller Industrieerzeugnisse benötigten Chemieprodukte. (dpa/sg)

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