Magnus Hall, CEO von Vattenfall, bekräftigte auf dem Energie-Gipfel des Handelsblatts seine Position: Deutschland werde seine Klimaziele erreichen. Er sehe die großen Themen in anderen Bereichen wie bspw. bei der Produktion von Ökostrom und dessen Speicherung und nicht bei der Diskussion um die Höhe des CO2-Preises.
Den "Green Deal" der EU-Kommission begrüßte er ebenso wie eine mögliche Ausweitung des Emissionhandelssystems. Er sieht außerdem die Konsumenten im Fokus: Diese müssten verstehen, dass ein Wandel eintreten werde und dieser notwendig sei. "Wir als Energieunternehmen müssen die Kunden hierbei auch unterstützen", merkt Hall an.
Förderung für Innovationen
Außerdem sieht er die Idee eines Klimazolls kritisch, da er schwierig zu implementieren sei. Man könnte erkunden, inwiefern es möglich sei, so Hall. Er spach sich jedoch vor allem dafür aus, dass neue Entwicklungen gefördert würden. Oder Branchen wie die Automobilindustrie beim klimaneutralen Wandel mehr unterstützt würden.
Bezüglich des Zukunftskraftstoffes grüner Wasserstoff und des Ökostroms plädierte er dafür, dass die Länder mehr auf Handel setzen. Denn häufig könnten sie diese nicht in den notwendigen Mengen im eigenen Land herstellen. Dies sei auch nicht nötig. Durch den Handel würden sie hierbei entlastet. Insbesondere könnten Ländern als Exporteure dienen, die bessere Bedinungen für die Ökostrom-Produktion besäßen.
Bewunderung ja, aber...
Gleichzeitig "bewundert" er Greta Thunberg für ihre Courage. Hall merkte jedoch auch an, dass die aufgezeigten Lösungen von FridaysForFuture nicht immer die "richtigen" seien. "Wir leisten unseren Beitrag und jedes Unternehmen benötigt seine eigene Strategie", sagte der CEO. Parallel dazu mahnte er, dass jene Unternehmen, die sich keine Klimaziele setzen, Schwierigkeiten mit ihren Kunden und der Klimaschutzbewegung bekommen würden. (gun)



