Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP)

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP)

Bild: © Hans Punz/APA/dpa

Ein für Deutschland wichtiger Gasspeicher in Österreich sorgt wegen ausbleibender russischer Lieferungen für Ärger in Wien. Wenn der teilstaatliche russische Konzern Gazprom den Speicher Haidach nahe der bayerischen Grenze weiterhin nicht befülle, werde die österreichische Regierung Maßnahmen ergreifen, um die Nutzung des großen Lagers durch andere Firmen sicherzustellen, hieß es am Freitag aus dem Umwelt- und Energieministerium. «Wir schaffen jetzt den rechtlichen Rahmen», sagte Kanzler Karl Nehammer der «Kleinen Zeitung».

Haidach bei Salzburg ist einer der größten Untertage-Erdgasspeicher Europas und dient der Versorgung Deutschlands. Haidach ist aber auch für Österreich von strategischer Bedeutung, weil ein Teil des nach Deutschland fließenden Gases wiederum zurückgepumpt wird, um die Bundesländer Tirol und Vorarlberg zu versorgen.

Kommt die Gesetzesänderung?

Genutzt wird Haidach von Firmen aus dem Gazprom-Konzern. Für die Gas-Einlagerung von anderen Anbietern wäre eine Gesetzesänderung in Österreich notwendig. «Das heißt "use it or lose it"», sagte Nehammer. «Wenn du ihn benutzt, ist alles okay, wenn du ihn nicht benutzt, können andere Firmen darauf zugreifen.» Ähnliche Regelungen gelten schon jetzt für Pipelines. (dpa/amo)

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