Vierzehn europäische Staaten bringen am Montag und Dienstag in Berlin das zweite Großprojekt zur Batteriezellfertigung voran. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen und mehr als 55 Unternehmen aus 14 EU-Ländern, nämlich Österreich, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Finnland, Schweden, Polen, der Slowakei, Kroatien, Griechenland, der Tschechischen Republik und Deutschland. Auf dem Workshop werden weitere Schritte hin zur Notifizierung des Projekts bei der Europäischen Kommission vereinbart.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU): „Die Hälfte aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union hat sich mittlerweile im zweiten Großprojekt zur Batteriezellfertigung zusammengeschlossen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu erhalten und auszubauen.“
Ziel ist eine nachhaltige Batterieproduktion
Aktuell werden zwei europäische Großprojekte zur Innovation und Fertigung von Batteriezellen vorangetrieben. Sie werden als sogenannte „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) realisiert. Deutsche Unternehmen spielen laut BMWi in beiden Projekten eine tragende Rolle. Das erste IPCEI hat die Europäische Kommission im Dezember 2019 beihilferechtlich genehmigt. Konkrete Projekte der fünf beteiligten deutschen Unternehmen sollen noch im ersten Halbjahr 2020 starten.
Zwei Besonderheiten zeichnen das zweite IPCEI aus: die breite Beteiligung der Mitgliedstaaten und die Betonung einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Batteriezellproduktion. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich dafür besonders ambitionierte Nachhaltigkeits- und Umweltziele gesetzt. Das Projekt soll eine Kreislaufwirtschaft für Batterien unterstützen, indem auch hocheffiziente Recyclinglösungen entwickelt und die intelligente Nachnutzung von Batterien in anderen Anwendungsbereichen befördert werden. (hp)



