Der Vorstandschef des Berliner Recycling-Unternehmens Alba, Eric Schweitzer (57), gibt die Führung zum 1. April ab. Der Grund ist seine Erkrankung an Parkinson. Das bestätigte das inhabergeführte Unternehmen am Dienstagabend auf Anfrage nach einem entsprechenden Bericht der «Berliner Morgenpost».
Schweitzer sagte der Zeitung: «Ich selbst weiß seit drei Jahren, dass ich Parkinson habe. Ich werde also auf Dauer nicht die Leistungsfähigkeit haben, die das Unternehmen benötigt.»

Nachfolger als Alba-Chef wird Robert Arbter, der bereits von August 2019 bis Dezember 2020 bei Alba tätig war. Derzeit ist er CFO (Chief Financial Officer) bei Gegenbauer, einem Gebäude- und Facility-Management-Unternehmen mit Sitz in Berlin. "Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und bedanke mich bei der Familie Schweitzer für das entgegengebrachte Vertrauen», teilte Arbter am Mittwoch mit.
Eric Schweitzer führte das Familienunternehmen noch bis ins vergangene Jahr hinein gemeinsam mit seinem Bruder Axel. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung teilten sich die beiden das Unternehmen schließlich auf. Eric Schweitzer blieb Chef der Holding, sein Bruder übernahm das Asiengeschäft. Eric Schweitzer bleibt laut Alba auch nach seinem Weggang gemeinsam mit seinen zwei Kindern alleiniger Gesellschafter des Recycling-Unternehmens in Europa.
Umgang mit der Erkrankung
Schweitzer sagte der «Berliner Morgenpost», er habe «ein paar Monate gebraucht», um seine Erkrankung zu begreifen und auch zu verarbeiten, dann habe er sie akzeptiert. «Das heißt für mich aber, dass ich darauf achten muss, weniger Stress zu haben und mit meinen Kräften besser zu haushalten.» Es gehe ihm gut. Doch Parkinson sei eine unheilbare Nervenkrankheit, «das heißt, mein Gesundheitszustand wird sich im Laufe der Zeit verschlechtern». (dpa/hp)



