Enercity hat nach eigenen Angaben nun eines der größten deutschen Portfolios von Onshore-Windanlagen. Mit dem jüngsten Kaufabschluss ist das Unternehmen seit Jahresbeginn Eigentümer von 166 Windenergieanlagen der Norderland-Gruppe, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Die Windparks stehen vorwiegend an der ostfriesischen Küste, aber auch in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Anlagen laufen künftig unter einer neu gegründeten gemeinsamen Betriebsgesellschaft.
Leistung mehr als verdoppelt
Die Windanlagenleistung hat sich bei Enercity damit mehr als verdoppelt und beträgt nun 712 Megawatt (MW). Das Portfolio umfasst 83 Windparks mit insgesamt 348 Windenergieanlagen. Ein großer Anteil der 166 Anlagen stünde in sogenannten "Wind-Vorranggebieten" und eignete sich hervorragend für ein Repowering, so Enercity. Repowering bezeichnet eine Erneuerung der Anlagen, etwa mit modernerer Technik. "Diese Maßnahmen sehen wir selbstverständlich auch für andere bereits existierende Windparks vor", erklärte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage de ZfK.
Ausbau der Windsparte schreitet voran
“Mit dieser Übernahme sind wir unseren strategischen Zielen zum Ausbau der erneuerbaren Energien einen großen Schritt nähergekommen. Bereits 2025 wollen wir Strom mit 1000 Megawatt installierter Wind-Leistung erzeugen. Bis 2030 wird unsere Stromerzeugung einen Ökostromanteil von 85 Prozent aufweisen”, sagt Enercity-CEO Susanna Zapreva. Über die Erneuerbaren-Pläne der Hannoveraner hatte die ZfK bereits im Oktober berichtet.
Das Wachstum ist noch nicht abgeschlossen: Vom Unternehmen hieß es heute, dass in der kommenden Woche weitere Neuigkeiten aus dem Windgeschäft zu erwarten sind. (pfa)


