Die EWE hat mit Frank Reiners wieder einen vollständigen Vorstand. Seit dem 1. Oktober ist der 55-Jährige neuer Finanzvorstand des Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmens. Reiners, zuvor CFO bei Open Grid Europe, tritt die Nachfolge von Wolfgang Mücher an, der im Sommer 2023 seine Tätigkeit beendete.
Reiners bringe umfassende Erfahrung in der Energiewirtschaft mit, heißt es in einer Mitteilung. Er war unter anderem bei Uniper und Eon tätig.
Eine leichte Aufgabe wird das nicht. Denn EWE plant, massiv in die Energiewende zu investieren, kämpft jedoch mit einem stark rückläufigen Ergebnis. Heinz Feldmann, Vorsitzender des EWE-Aufsichtsrates, sieht in Reiners aber aufgrund seiner Erfahrungen einen "ausgewiesenen Experten" für das Finanzressort. Dass dieser den Posten übernehmen würde, war seit einem Jahr bekannt, nicht aber der genaue Zeitpunkt.
Keussen-Ausstieg nun fix
Doch ist das nicht die einzige Veränderung auf Vorstandsebene. Im Juli dieses Jahres kündigte EWE-Technikvorstand Urban Keussen an, "aus persönlichen Gründen" vorzeitig seine Verantwortung abgeben zu wollen.
Klar ist jetzt auch, wann: Wie EWE kürzlich mitteilte, wird Keussen zum Jahreswechsel aus dem Unternehmen ausscheiden. Er spielte eine zentrale Rolle beim Aufbau des Onshore-Windunternehmens Alterric und dem Einstieg in das Wasserstoffgeschäft. Feldmann würdigte seinen Beitrag zum Wachstumskurs der EWE.
Vorstand schrumpft
Im Zuge dieser Veränderungen wird die EWE ihr Vorstandsteam auf vier Mitglieder reduzieren. Der Aufsichtsrat entschied, dass diese kleinere Struktur effektiver sei, um die strategischen Wachstumsfelder voranzubringen. (dz)



