Der Oldenburger Energieversorger EWE hat im ersten Halbjahr fast 440 Mio. Euro investiert.

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat im ersten Halbjahr fast 440 Mio. Euro investiert.

Bild: © EWE

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres hatte der Oldenburger Energieversorger EWE erwartungsgemäß ein rückläufiges Ergebnis hinnehmen müssen. Das operative, um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern (Ebit), halbierte sich in diesem Zeitraum erwartungsgemäß auf 380,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2023: 775,9 Mio. Euro).

Zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete EWE zudem einen niedrigeren Konzernumsatz in Höhe von rund 4,5 Mrd. Euro (2023: 5,6 Mrd. Euro). Das entspricht einem Rückgang um 19,4 Prozent. Als Grund dafür führt EWE sinkende Marktpreise für Energie auf.

Normalisierung auf dem Markt

EWE habe im ersten Halbjahr eine Normalisierung im Markt erlebt, so dass Sondereffekte aus dem Vorjahr weggefallen sind, hieß es aus Oldenburg weiter. "Der Rückgang beim operativen Ebit kommt daher nicht überraschend, sondern wie von uns bei der Vorstellung der Bilanz im April vorhergesagt", erläuterte Vorstandschef Stefan Dohler.

Der Blick auf die Halbjahreszahlen in den einzelnen Segmenten zeigt rückläufige Werte in fast allen Bereichen. Eine der wenigen Ausnahmen bildet die Infrastruktur. Hier erzielte EWE ein operatives Ebit in Höhe von 210,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2023: 182,4 Mio. Euro). Den höchsten Ebit-Rückgang verzeichneten die Oldenburger im Segment Markt. Aus den genannten Gründen ging das operative Ebit von 524,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2023 auf 62,3 Mio. Euro zurück.

Investitionen steigen deutlich

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat EWE nach eigenen Angaben 438,5 Mio. Euro investiert und damit fast elf Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2023.

Die Mittel fließen aktuell vorrangig in Onshore-Windenergieprojekte des Joint Ventures von EWE Alterric, den Ausbau der Stromnetze auf Verteilnetzebene, die beginnende Umsetzung des Wasserstoff-Programms "Clean Hydrogen Coastline" mit Elektrolyse und Großspeichern an systemdienlichen Standorten sowie den zügigen Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität über die Tochtergesellschaft EWE Go.

Prognose bleibt stabil

"Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Stabilisierung der Energiemärkte halten wir an unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Konzern fest", betonte Dohler. EWE erwarte eine Ergebnisentwicklung des operativen Ebit "im oberen Bereich des im Konzernlagebericht 2023 genannten Ergebniskorridors". (am)

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