Den Abschied von Salmen nach gut 22 Jahren beim Unternehmen bestätigte eine Sprecherin der Stadtwerke auf Anfrage der ZfK. Sein vorzeitiger Weggang vom niedersächsischen Versorger erfolge auf gemeinsamen Wunsch von ihm und den Gesellschaftern, betonte sie. Erst 2023 war der Vertrag vom Salmen bis Ende 2025 verlängert worden.
Zu den weiteren Gründen für den Abschied teilten die Stadtwerke nichts mit. Der in den lokalen Medien kursierenden Version, Salmen wäre gegen den Bau des neuen Wasserwerks in den Graftanlagen und sei deswegen gegangen, widersprach die Stadtwerkesprecherin: "Herr Salmen steht dem Bau eines neuen Wasserwerks in der Graft bereits seit 2012 kritisch gegenüber".
Stadtrat drückt auf Tempo
Der Baubeschluss für das Wasserkraftwerk liegt seit 2013 vor, seit 2023 auch die behörderliche Genehmigung. Medienberichten zufolge forderte der Stadtrat im Januar 2024 die Stadtwerke per Ratsbeschluss auf, den Bau zu beschleunigen. Mit der Nachfolge von Salmen in Delmenhorst beschäftigt sich bereits der Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens. Auch dazu gebe es noch keine weiteren Details.
Der Diplom-Ingenieur ist seit 2002 Geschäftsführer der Stadtwerkegruppe Delmenhorst, er ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands Geode.
Die Stadtwerkegruppe Delmenhorst ist verantwortlich für die Ver- und Entsorgung von Trinkwasser bzw. Abwasser und Abfall. Desweiteren betreibt das Unternehmen mit der "GraftTherme" eine Freizeiteinrichtung und das City-Parkhaus. (am)



