Homeoffice ist während Corona vor allem in der Chefetage beliebt.

Homeoffice ist während Corona vor allem in der Chefetage beliebt.

Bild: © apinan/AdobeStock

Fehlendes oder unzureichend qualifiziertes Personal ist bereits heute eine der größten Herausforderungen für Energiemarktdienstleister. Der BEMD hat im Frühjahr 2023 im Rahmen der BEMD-Arbeitsgruppe „Arbeitswelt 4.0“ eine (Online-)Umfrage unter den Verbandsmitgliedern durchgeführt, welche die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen untersucht.

Qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden sowie vorhandenes Personal zu halten und weiterzubilden, kann für viele Unternehmen daher zu einem Schlüsselfaktor für Erfolg werden.

Vielzahl offener Stellen

Die Befragungsergebnisse zeigen, wie viele Unternehmen aktuell wie viele offene Stellen haben: Rund 80 Prozent der Befragten haben aktuell mehr als fünf Stellen offen, davon haben ein Viertel zwischen 11 bis 20 und ein weiteres Fünftel 20 bis 50 Stellen zu besetzen.

Kein einziges der 30 befragten Unternehmen hatte keine offene Stelle. Rechnet man diese Ergebnisse hoch, ergeben sich über 1.500 offene Stellen – alleine bei den Energiemarktdienstleistern. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Zeit, in welcher die Stellen unbesetzt bleiben, bei fast 60 Prozent der Befragten wenigstens vier Monate betragen, in einigen Fällen sogar über ein Jahr.

Unternehmen stehen vor vielfältigen Herausforderungen

Die zuvor genannten Entwicklungen spiegeln sich in der Frage nach den drängendsten Herausforderungen für die Unternehmen wieder: Der Personalmangel, auch herbeigeführt durch länger unbesetzt bleibende Arbeitsplätze, ist mit ca. 2/3 die zweithäufigste Antwort.

Die Antwort mit den meisten Nennungen 80 Prozent ist das unzureichend qualifizierte Personal am Arbeitsmarkt, hierzu im Wesentlichen ergänzend sehen 10 Prozent der Befragten fehlende Qualifizierungskonzepte als Herausforderung an. Sowohl die fehlenden IT-Fachkräfte als auch „unmotivierte“ Bewerber/innen tragen weiterhin zu den Herausforderungen bei.

Politische Maßnahmen erhöhen Druck

Rund drei Viertel der Befragten sehen kurzfristig hinzukommende Tätigkeiten, wie aktuell Energiepreisbremse oder MaKo 2022 als die schwerwiegendsten Gründe, welche die Unternehmen personell besonders unter Druck setzen. Über die Hälfte der Befragten führen das Mindset bzw. die Übernahme von Verantwortung an, während über ein Drittel die Transformation hin zu neuen Arbeitsformen (agiles Arbeiten, New Work) nennt. 

Der Einfluss der Digitalisierung wird noch von knapp 27 Prozent der Befragten genannt, während die Industrialisierung 4.0 für die Befragten keinen negativen Einfluss mehr auf die Unternehmen hat. (sg)

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