Der "Brand-IQ" misst in verschiedenen Kategorien die Performance einer Marke. (Grafiken weiter unten)

Der "Brand-IQ" misst in verschiedenen Kategorien die Performance einer Marke. (Grafiken weiter unten)

Bild: ©Mutabor/The Relevance Group /Bearbeitung: ZfK

"In allen Kategorien unterdurchschnittlich" und "verfehlt, die Marktanforderungen konsistent und zeitgemäß zu erfüllen": Die Markenstudie "Brand IQ" stellt der N-Ergie und den Stadtwerken München (SWM) ein vernichtendes Ergebnis für ihre Intelligenz bei der Markenführung aus. Die beiden Unternehmen scoren einen niedrigen IQ, was Strategie, Kommunikation, Design und Innovation angeht.

Die Marketingagentur Mutabor und das Datenunternehmen The Relevance Group haben unter dem Titel "Brand IQ" die zehn umsatzstärksten Energiemarken verglichen. Der Brand-IQ ist dabei an den menschlichen IQ angelehnt: Wer über 100 liegt, denkt voraus und nutzt seine Markenstärke. Wer unter 70 bleibt, hat Nachholbedarf.

Das Ergebnis zeige: Die Branche sei wach, es fehle aber an branchenübergreifender Strahlkraft. Die drei Spitzenreiter – Eon (117), Vattenfall (108) und EnBW (106) – überzeugten mit einer klar überdurchschnittlichen Markenführung und setzen innerhalb der Branche starke Benchmarks.

Auswertung öffentlicher Informationen

"Moderne Markenführung muss intelligent sein, um relevant zu bleiben und sich zugleich wettbewerbs- und zukunftsfähig aufzustellen", sagt Andreas Hannemann, CEO der The Relevance Group. Das Ranking soll Orientierung liefern, wo Optimierungspotenzial liegt. Die Analyse kombiniere quantitative Daten, KI-gestützte Auswertung und Designexpertise. Bewertet werde ausschließlich auf Basis der externen Markenwahrnehmung und öffentlich zugänglicher Informationen.

Auch KI-Suche wird wichtig für Brands

Studiensieger Eon erzielt Bestwerte in den vier Kategorien Corporate Identity Kohärenz, Awards, Digital Readiness und KI-Sichtbarkeit. Vattenfall zeigt strategische Klarheit und kanalübergreifende Kommunikation zum Thema "fossilfreie Zukunft". EnBW hingegen punktet im Bereich Designqualität und KI-Performance und präsentiere sich als Digital Player mit Zukunft.

Im Mittelfeld bewegen sich EWE, MVV Energie, RWE und Enercity. Schlusslichter sind Uniper, N-Ergie und SWM. Besonders schlecht schneiden die Marken bei der Sichtbarkeit in KI-Suchen ab. Verbraucher:innen verlassen sich zunehmend auf Chat-Bots und auch bei Google werden KI-Antworten gegeben.

Junge Konkurrenz hat starken Markenauftritt

Besonders spannend seien die "Challenger Brands" wie Mutabor und The Relevance Group sie in ihrer Studie nennen. Octopus Energy, Tibber oder Yello zeigten beachtliche Scores insbesondere bei der strategischen Positionierung zu wichtigen Branchenthemen und ihrer Digital Readiness. Sie träfen den Nerv der Zeit.

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