Mit der Dreijahresplanung erhalten die Kommunen Auskunft über künftige Baumaßnahmen der Netze BW auf ihrer Gemarkung – und können ihre eigenen Maßnahmen eintragen. Das soll die Abstimmung verbessern und hilft, Synergien sinnvoll zu nutzen.

Mit der Dreijahresplanung erhalten die Kommunen Auskunft über künftige Baumaßnahmen der Netze BW auf ihrer Gemarkung – und können ihre eigenen Maßnahmen eintragen. Das soll die Abstimmung verbessern und hilft, Synergien sinnvoll zu nutzen.

Bild: © Paul Gaertner/NetzeBW

Von Artjom Maksimenko

Die EnBW-Netztochter Netze BW hat zum Stichtag 1. Juli 2025 46 neue Teilnehmer für ihr kommunales Beteiligungsmodell "EnBW vernetzt" gewinnen können. Der Abschluss der zweiten Runde sei damit erfolgreich verlaufen, hieß es aus Karlsruhe. Seit dem Start des neuartigen Modells im Jahr 2020 haben sich 245 von 578 möglichen Kommunen an der Netze BW beteiligt.

In Summe wurden dabei rund 330 Millionen Euro gezeichnet, was 14 Prozent des Unternehmenswerts der Netze BW entspricht. Die Rendite liegt vor Steuern bei 4,38 Prozent.

"Zeichen des Vertrauens"

Dirk Güsewell, der im EnBW-Vorstand die systemkritischen Infrastrukturen verantwortet, zeigte sich entsprechend zufrieden: "Vor dem Hintergrund der finanziellen Herausforderungen und zunehmender hoheitlicher Aufgaben, die Kommunen heute zu bewältigen haben, ist das Ergebnis ein toller Beleg für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit."

Rund 50 der 245 Kommunen, die mitgemacht haben, hätten sich mit dem Mindestbeteiligungsbetrag von 200.000 Euro an Netze BW beteiligt. "Das zeigt, dass für viele Kommunen nicht das finanzielle Interesse im Vordergrund steht, sondern der Wunsch, Teil des Netzwerks zu sein und die Energiewende aktiv mitzugestalten", so Jörg Reichert, CEO der Netze BW. Andere Kommunen haben sich hingegen mit bis zu elf Millionen Euro eingebracht. Diese "kommunalen Impulse" seien angesichts der Herausforderungen der Energiewende eine wichtige Unterstützung, um die Infrastruktur in Baden-Württemberg nachhaltig zu gestalten, so Reichert weiter.

Das Beteiligungsmodell "EnBW vernetzt" wurde erstmals 2019 vorgestellt und ermöglicht berechtigten Kommunen, Anteile an der Netze BW zu erwerben. Ziel ist es, die Kommunen stärker in die Gestaltung der Strom- und Gasnetze einzubinden und ihnen gleichzeitig eine Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg der Netze BW zu ermöglichen. In der ersten Runde (2020/2021) beteiligten sich 214 Kommunen mit einem Gesamtvolumen von rund 307 Millionen Euro. Die Rendite lag vor Steuern bei 3,6 Prozent. Die zweite Beteiligungsrunde für berechtigte Kommunen startete am 1. Juli 2025.

Die Kommunen stellen einen Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft sowie zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Netze BW. Die Kommunikation der zweiten Runde des Beteiligungsmodells startete im Herbst 2024, berechtigte Kommunen konnten bis Ende Juni 2025 zeichnen.

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