Der Münchner Konzern Baywa hat in den vergangenen Jahren das Geschäft mit erneuerbaren Energien stark ausgeweitet. Das Unternehmen plant und baut in Europa und Übersee Windparks und Solaranlagen.

Der Münchner Konzern Baywa hat in den vergangenen Jahren das Geschäft mit erneuerbaren Energien stark ausgeweitet. Das Unternehmen plant und baut in Europa und Übersee Windparks und Solaranlagen.

Bild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

Die Baywa-Erneuerbaren-Tochter Baywa r.e. möchte ihren Energiehandel künftig weiter internationalisieren und gleichzeitig deren Integration in die Gruppe stärken. Im Zuge dessen hat sie das Unternehmen Baywa r.e. Clean Energy Sourcing (Clens) in Baywa r.e. Energy Trading umbenannt.

Das frühere Clens gehört seit mehr als drei Jahren zum Münchener Agrarriesen. Das Unternehmen betreibt ein virtuelles Kraftwerk und gilt als führender Direktvermarkter erneuerbarer Energien.

Baywa r.e.: Hölder mit neuer Aufgabe

Auch personell hat sich die Firma neu aufgestellt. Sven Nels, langjähriger Manager bei der Baywa r.e., werde die Geschäftsführung des deutschen Energiehandels an der Seite von Markus Burger übernehmen, teilt das Unternehmen auf ZfK-Anfrage mit. Burger ist seit zwei Jahren in der Leitung der jetzigen Baywa r.e. Energy Trading tätig.

Daniel Hölder dagegen scheidet als Geschäftsführer aus. Er werde mit seinen fundierten und langjährigen Kenntnissen der Energiemärkte und der Energiepolitik das Corporate Strategy Team der Baywa r.e. unterstützen und dort den Bereich Energiepolitik und Marktintelligenz leiten, heißt es.

Grünes Licht für Anlegerkonsortium

Am Donnerstagvormittag gab der Baywa-Konzern zudem bekannt, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden den Weg für einen externen Investor bei Baywa r.e. frei gemacht hätten. Ein Anlegerkonsortium, zu dem auch die Versicherungskammer Bayern gehört, kann folglich 49 Prozent der Unternehmensanteile erwerben. Baywa bleibt mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafterin. (Hier mehr zur Übernahme.)

Die Partner hätten vereinbart, das Projekt-, Service- und Lösungsgeschäft der Baywa r.e. weiter zu stärken und das Unternehmen zugleich zu einem unabhängigen Stromproduzenten zu machen, heißt es in einer Presseaussendung. Baywa r.e. werde mittelfristig ausgewählte Solar- und Windkraftwerke in einem Gesamtumfang von bis bis zu 2,5 Gigawatt selbst betreiben.

Matthias Taft neuer CEO

Mit Vollzug der Transaktion werde Baywa r.e.von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft (AG) umfirmiert. Matthias Taft, der bis dahin verantwortliche Energie-Vorstand der Baywa, werde mit der Umfirmierung Geschäftsführer (CEO) der neuen Baywa r.e. und aus dem Vorstand des Mutterkonzerns ausscheiden. (ab)

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