Rund dreieinhalb Jahre nach der Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper während der Gaskrise 2022 beginnt die Bundesregierung mit dem Wiederverkauf des Unternehmens. Dabei prüft der Bund neben einem Verkauf offenbar auch einen Börsengang, wie aus einer Anzeige in der "Financial Times" hervorgeht.
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Details wie der Zeitpunkt, die Form und der Umfang der möglichen Transaktion stehen allerdings noch nicht fest. Damit wurde der offizielle Prozess zur Bestimmung der Nachfrage potenzieller Kaufinteressenten eingeläutet. Investoren könnten ihr Interesse jetzt bis zum 12. Juni um 12:00 Uhr registrieren lassen, hieß es in der Anzeige.
Als größter deutscher Gasimporteur war Uniper 2022 wegen der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland in eine finanzielle Schieflage geraten. Während der Beschaffungskrise erhielt der Konzern milliardenschwere Hilfen von der Bundesregierung, die den Konzern quasi verstaatlichte (99 Prozent). Die von der EU genehmigten Staatshilfen bis zu 34,5 Milliarden Euro waren an strenge Auflagen geknüpft. In Deutschland musste Uniper etwa das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 verkaufen und auch das Fernwärmegeschäft abgeben.
Weiter musste Uniper seine Beteiligungen an den zwei Erdgas-Pipelines Opal und BBL veräußern. Bis Ende 2028 hat sich die Bundesregierung zudem verpflichtet, ihren Anteil auf 25 Prozent plus eine Aktie zu reduzieren. Es wird damit gerechnet, dass der Bund durch den Verkauf der Mehrheit mehrere Milliarden Euro erlösen wird.

Uniper freut sich über die heutige Ankündigung des Bundesministeriums der Finanzen.
Michael Lewis
CEO von Uniper
Nach Angaben der "Süddeutsche Zeitung" scheint der Bund für einen Verkauf eines oder mehrerer Aktienpakete an Investoren offen zu sein; infrage komme aber auch ein Börsengang sowie eine Kombination aus beidem. Mögliche Abschlüsse seien dann bis November geplant. Parallel dazu werde an einem Börsengang im Januar 2027 gearbeitet. "Uniper freut sich über die heutige Ankündigung des Bundesministeriums der Finanzen", erklärte Uniper-Chef Michael Lewis in einem Statement des Unternehmens.
Der Konzern sei nun stabiler, resilienter und strategisch klarer aufgestellt. Das Geschäft sei konsequent auf verlässliche Erträge ausgerichtet und Uniper verfüge über eine starke Bilanz. "Damit sind wir nicht nur wieder in der Lage, Dividenden auszuschütten, sondern können zugleich gezielt in Wachstum und Transformation investieren – mit einer klaren Strategie für nachhaltigen Wert und Versorgungssicherheit."






