Bislang ließ die Bundesnetzagentur offiziell nur ausrichten, dass sie gegen Billiganbieter Immergrün ermittelt.

Bislang ließ die Bundesnetzagentur offiziell nur ausrichten, dass sie gegen Billiganbieter Immergrün ermittelt.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Stark gestiegene Energiekosten haben die Verbraucheranfragen an die Bundesnetzagentur deutlich steigen lassen. Von Januar bis Ende Juni registrierte die Behörde knapp 14.300 Anfragen und damit gut 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies geht aus dem Montag veröffentlichten neuen Verbraucher-Radar hervor.

Fast 5100 Fragen entfielen allein auf Fragen zu Abschluss, Inhalt und Ende von Lieferverträgen. 2021 waren es in diesem Bereich nur gut 1800 Anfragen. Immerhin noch beinahe 800 Anfragen drehten sich um die Themen Grund- und Ersatzversorgung. Dieser Bereich wurde im Vorbericht nicht gesondert erwähnt.

Antragsboom bei Schlichtungsstelle Energie

Die Netzagentur riet Bürgern, sich bei individuellen Streitigkeiten mit Energielieferanten, Netzbetreibern und Messstellenbetreibern an die Schlichtungsstelle Energie in Berlin zu wenden. Doch auch dort gingen die Anfragen deutlich nach oben, wie die ZfK berichtete.

So zählte die Behörde für das erste Halbjahr 10.300 Schlichtungsanträge. Im gesamten Jahr 2021 waren es demnach 7700 Anträge, das Jahr zuvor rund 4500 Anträge.

Rückgang bei unerlaubten Werbeanrufen

Eine gegensätzliche Entwicklung gab es bei unerlaubten beziehungsweise nervigen Werbeanrufen. Hierzu erhielt die Bundesnetzagentur gut 38.600 Beschwerden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das ein Rückgang von mehr als zehn Prozent.

Das Vergleichsniveau ist allerdings sehr hoch. So viele Beschwerden wie im ganzen vergangenen Jahr hatte die Behörde noch nie erhalten. Eine separate Auflistung für den Energiebereich nimmt die Bundesnetzagentur in diesem Feld traditionell nicht vor. (aba/dpa)

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