Auf der Energiemarktdatenplattform SMARD veröffentlicht die Bundesnetzagentur heute Verbraucherkennzahlen aus dem Monitoring Energie 2024. Im vergangenem Jahr wechselten demnach insgesamt rund 6,02 Mio. Haushaltskunden den Stromlieferanten, was einer Wechselquote von etwa 12 Prozent entspricht und einen neuen Höchststand seit 2006 darstellt. 2022 lag die Quote bei acht Prozent.
"2022 sind viele Kunden aufgrund der unsicheren Marktsituation bei ihren Lieferanten geblieben, für 2023 stellen wir nun wieder eine deutlich höhere Wechselbereitschaft fest", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.


Seit 2006 wechseln Kunden immer häufiger.
Stromkunden konnten bei einem Wechsel aus der Grundversorgung durchschnittlich rund 202 Euro pro Jahr einsparen. Vertragsübergreifend lag die durchschnittliche Einsparung bei rund 61 Euro pro Jahr.
Auch neuer Höchststand beim Gas
Im selben Zeitraum wechselten 1,8 Mio. Haushaltskunden den Gaslieferanten, was einer Wechselquote von rund 14 Prozent entspricht. Auch das stellt einen neuen Höchststand dar. 2022 lag die Quote bei rund neun Prozent. Dabei sparten Gaskunden bei einem Wechsel aus der Grundversorgung durchschnittlich rund 470 Euro pro Jahr. Vertragsübergreifend lag die durchschnittliche Einsparung bei 210 Euro pro Jahr.
Für Strom zahlten Haushaltskunden zum Stichtag 1. April 2024 durchschnittlich 41,59 ct/kWh und damit etwa acht Prozent weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushaltskunden lag zum Stichtag 1. April 2024 bei 12,5 ct/kWh, verglichen mit 14,8 ct/kWh im Vorjahr.
Kunden mit einem Stromvertrag bei einem wettbewerblichen Lieferanten, also Anbietern, die nicht der Grundversorger sind, zahlten zum Stichtag durchschnittlich 39,86 ct/kWh und sind damit für Verbraucher am günstigsten. Auch für Gaskunden lag der Gaspreis beim wettbewerblichen Anbieter mit 11,3 ct/kWh am niedrigsten. (pfa)
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