Über das Vermögen der Stadtwerke Bad Belzig entscheidet nun der Sachwalter. (Symbolbild)

Über das Vermögen der Stadtwerke Bad Belzig entscheidet nun der Sachwalter. (Symbolbild)

Bild: © amnaj/AdobeStock

Die Stadtwerke im thüringischen Zeulenroda-Triebes sind offenbar insolvent. Das Unternehmen betreibt unter anderem das Freizeitbad "Waikiki". Die Energie- und Wärmeversorgung ist hingegen nicht betroffen. Ein Sprecher der Teag bestätigte entsprechende Medienberichte.

Strom, Erdgas und Wärme liefern weiterhin die Energiewerke Zeulenroda, an der die Teag eine Mehrheit von 74 Prozent hält. Die restlichen 26 Prozent befinden sich zwar im Besitz der insolventen Stadtwerke.

"Keine wirtschaftlichen Verquickungen"

Allerdings gebe es keine sonstigen "gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verquickungen", erklärte der Teag-Sprecher weiter. Die drohende Insolvenz sei ausschließlich ein "Problem des Minderheitsgesellschafters", also der Stadtwerke.

Hintergrund ist laut "MDR", dass der Stadtrat der Waikiki-Betreiberin nicht mehr Geld geben möchte. Um auch 2025 noch liquide zu sein, hatten die Stadtwerke Mittel in Höhe von 990.000 Euro beantragt.

Der ursprünglich vorgesehene Zuschuss von 400.000 Euro werde nicht ausreichen, sagte Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) unter Berufung auf den Geschäftsführer der Stadtwerke Zeulenroda, Frank Kruwinnus.

Antrag abgelehnt

Den Antrag lehnte der Stadtrat in einer Sondersitzung am 8. Mai ab. Eine Insolvenz der Stadtwerke sei damit unvermeidbar, so Hammerschmidt. Das Unternehmen betreibt neben dem seit 2023 geschlossenen Freizeitbad noch zwei Strandbäder und eine Seebühne. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Waikiki droht nun die Entlassung.

Der Teag-Sprecher hält es für möglich, dass die Stadtwerke im Rahmens eines Insolvenzverfahrens noch gerettet werden könnten. Sollte der Teag in dem Verfahren die 26-Prozent-Beteiligung angeboten werden, würde ein Kauf geprüft. In jedem Fall aber behalte die Teag die Mehrheit an den Energiewerken Zeulenroda. (dz)

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