An dem bereinigten operativen Ergebnis von 6,4 Mrd. Euro hatte der Geschäftsbereich "Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur" einen Anteil von rund 73 Prozent oder 4,65 Mrd. Euro. Im Vorjahresvergleich hatte dieser Bereich um fast 78 Prozent zugelegt.
Der Geschäftsbereich "Systemkritische Infrastruktur" machte mit 1,78 Mrd. Euro rund 28 Prozent des gesamten Adjusted Ebitda aus. Hier wuchs das Ergebnis im Vorjahrsvergleich um 67,5 Prozent. Die einzige Geschäftssparte mit einem Ergebnisrückgang im Vorjahresvergleich war der Bereich "Intelligente Infrastruktur für Kund*innen".
Das Ergebnis von rund 240 Mio. Euro nach rund 500 Mio. Euro (2022) bedeutet einen Rückgang um 52 Prozent. An dem gesamten Adjusted Ebitda hatte dieser Geschäftsbereich lediglich einen Anteil von rund 3,8 Prozent. Grund dafür waren laut EnBW vor allem die Einmaleffekte. Dazu zählt der Konzern die deutlich höheren Aufwendungen im Bereich Heimspeicher bei der Solartochter Senec sowie die Entkonsolidierung der BMP Greengas.
"Der EnBW geht es gut"
Der neue CEO des Energiekonzerns Georg Stamatelopoulos sieht sein Unternehmen gut aufgestellt: "Der EnBW geht es gut". Aufgrund des sehr guten Ergebnisses werde das Unternehmen seine Investitionen in die Umsetzung der Energiewende in den kommenden Jahren nochmals deutlich erhöhen, kündigte er bei der Bilanzpressekonferenz an. Im abgelaufenen Jahr hat EnBW etwa fünf Mrd. Euro investiert, ergänzte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der EnBW, Thomas Kusterer. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 56 Prozent. Rund 80 Prozent davon flossen in Wachstumsprojekte, wie etwa den 960 MW-Offshore-Windpark "He Dreiht", den Ausbau der Stromtransportnetze und Stromverteilnetze, sowie drei wasserstofffähige Gaskraftwerke. Ab 2027 könnte Stuttgart zu einer ersten kohlefreien Großstadt Deutschlands werden, so Stamatelopoulos.
"Kein massiver Kurswechsel"
Der neue CEO ist erst wenige Wochen im Amt, nachdem sein Vorgänger Andreas Schell wegen Uneinigkeit über die strategische Ausrichtung mit dem Aufsichtsrat gehen musste. Wie die Differenzen konkret ausgesehen haben und was Stamatelopoulos nun anders machen werde, wollte er noch nicht sagen. "Zunächst stehen Gespräche mit meinen Vorstandskollegen an". Generell gelte aber: "Es besteht kein Grund für einen massiven Kurswechsel", stellte er klar. (am)



