In der Energiebranche ist YouTube derzeit die Social-Media-Plattform mit der höchsten Verbreitung. Zahlreiche Energieversorger nutzen YouTube und die Anzahl hochgeladener Videos hat zuletzt stark zugenommen. Das zeigt die aktuelle Studie „Social Media Performance Energieanbieter 2021“ von Research Tools.
Unter 100 untersuchten Energieanbietern führt das Videoportal überraschend mit einem Nutzungsgrad von 96 Prozent die Beliebtheitsskala der Social-Media-Plattformen an, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Vergleich zur Vorgängerstudie vor zwei Jahren habe Youtube damit Facebook überholt und liege in der Nutzergunst auch vor den ebenfalls analysierten Instagram und Twitter.
Zahl der hochgeladenen Videos deutlich gestiegen
Auffallend stark präsentieren sich kommunale Energieversorger in Social Media. Im Gesamtranking über alle vier analysierten Plattformen finden sich unter den zehn Top-Performern gleich vier kommunale Anbieter, darunter die Stadtwerke Erfurt, München und Wuppertal sowie der kommunale Versorger EVM.
Die durchschnittliche Anzahl der in den vergangenen zwei Jahren hochgeladenen Videos auf YouTube ist laut der Erhebung pro Jahr um 34 Prozent angestiegen, nämlich von 16,2 auf 21,7.
Zahl der Instagram-Accounts in der Branche hat zugenommen
Auch Instagram habe beim Nutzungsgrad deutlich zugelegt. Waren zuvor noch 64 der 100 Energieanbieter mit einem offiziellen Account auf Instagram vertreten, so hat deren Anzahl um 13 zugenommen.
Besonders erfreulich ist das gute Abschneiden mehrerer kommunaler Versorger, so gehörten neben der Deutschlandtochter des börsennotierten, französischen Energiekonzerns Engie auch die EWE und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zu Top 3-Performern.
Die WSW verfügte dabei innerhalb eines Jahres über die höchste Anzahl an Posts sowie Interaktionen, die Top-Posts nach Likes stammten ebenfalls von der WSW, heißt es weiter.
Diese EVU haben auf YouTube die Nase vorn
Einige Großkonzerne respektive deren Töchter liegen hingegen im YouTube-Performance-Ranking vorn, nämlich Eon, Vattenfall und Yello. Alle drei Energieversorger verfügten über eine fünfstellige Anzahl an Abonnenten, darüber hinaus setzten sie teilweise Maßstäbe bei der Interaktionszahl.
Die meisten Fans und Interaktionen gibt es auf Facebook
Obwohl nur gut neun von zehn Energieanbietern auf Facebook vertreten sind, ist dies die Plattform mit der durchschnittlich höchsten Anzahl an Fans und Interaktionen. Im Schnitt folgten den Energieanbietern auf dieser Plattform rund 20.200 Fans, gut 11.500 Reaktionen, Kommentare und Shares würden pro Jahr zu einem lebendigen Austausch beitragen.
YouTube hingegen rangiert in dieser Disziplin am unteren Ende der Skala. Den Energieversorgern folgen auf dieser Plattform durchschnittlich knapp 1100 Abonnenten, die Anzahl an Interaktionen liegt bei gut 500 und damit etwa einem Zwanzigstel von Facebook. (hoe)



