Wolf-Thomas Hendrich leitet die Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda und die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda.

Wolf-Thomas Hendrich leitet die Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda und die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda.

Bild: @ Städtische Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda

In Hoyerswerda in der sächsische Oberlausitz wird es künftig wieder Stadtwerke geben. Die kommunale SWH-Gruppe nennt sich in Stadtwerke Hoyerswerda um, die Namensänderung kommt zusammen mit einer Neuausrichtung des Unternehmens.

Der Ankündigung war ein Geschäftsführerwechsel im vergangenen Jahr vorausgegangen, der indirekt mit den großen Transformationsaufgaben begründet wurde. Thomas Bleier wurde abberufen und der Geschäftsführer der Unternehmenstochter Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) Wolf-Thomas Hendrich übernahm. Dieser stellte zusammen mit dem Aufsichtsrat nun die neue Strategie für die Gruppe mit 140 Mitarbeitenden vor.

"Aktuelle Herausforderungen und damit verbundene Investitionskosten wie der Strukturwandel, die Energie- und Wärmewende sowie ein scharfer Wettbewerb mit volatilen Energiepreisen sorgen dafür, dass sich die SWH Gruppe für die Zukunft neu aufstellen muss", erklärt Hendrich die Hintergründe.

Dazu gehöre die strategische Neuausrichtung des Strom- und Gashandels von VBH. Künftig werden die Geschäfte Breitband, Strom- und Gashandel in der "VBH Services" gebündelt.

In weiteren Abstimmungspunkten mit dem Stadtrat wurden die Konzessionsverträge für Trink- und Abwasser sowie der Gestattungsvertrag für Fernwärme für die nächsten 20 Jahre an VBH vergeben. "Für die Stadt Hoyerswerda ist dies ein bedeutender Meilenstein, denn so sichern wir uns die Wertschöpfung der SWH Gruppe für unsere Stadt", wird Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) in der Mitteilung der SWH zitiert. Die Verträge laufen von 2027 bis 2046. Die SWH hält die Konzessionen auch aktuell.

Informierten zur strategischen Neuausrichtung der SWH-Gruppe (v.l.): Uwe Blazejczyk, Aufsichtsratsvorsitzender SWH, Torsten Ruban-Zeh, Oberbürgermeister Hoyerswerda, Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer SWH / VBH, Ralf Kaiser, Prokurist VBH / Leiter Unternehmensentwicklung VBH, Frank Seifert, Aufsichtsratsvorsitzender VBH sowie Nick Jantschke, Aufsichtsratsvorsitzender BBH.Bild: © VBH/Dunja Petermann

SWH wird in Stadtwerke Hoyerswerda umbenannt

Im Namen der SWH soll künftig die tiefe Verwurzelung und Verantwortung für die Stadt Hoyerswerda mit deren Stadtgesellschaft deutlicher sichtbar sein. Es ist geplant, die Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda (SWH) in Stadtwerke Hoyerswerda (SWH) umzubenennen. Für die Bürger, das Gewerbe und öffentliche Einrichtungen soll so die Identifikation mit ihrem Stadtwerk, als wirtschaftlicher Basis für Kultur, Freizeit und ÖPNV, erleichtert und verbessert werden. Es gelte das Motto: "meine Energie, mein Haus, meine Stadtwerke aus Hoyerswerda".

Kommunale Stadtwerke sorgten seit über 150 Jahren für die sichere Versorgung mit Wasser, Wärme und Energie in Deutschland, erklärte die SWH-Gruppe in ihrer Mitteilung. Nicht nur deshalb besäßen die rund 1000 Stadtwerke heute deutschlandweit einen hohen Stellenwert und würden eine besondere Reputation genießen. "Auch in Hoyerswerda ist die SWH Gruppe ein unverzichtbarer Motor im städtischen Wirtschaftskreislauf, ein Garant für Kultur und Freizeit sowie der Versorger VBH eine der tragenden Säulen für Daseinsvorsorge", betont Oberbürgermeister Ruban-Zeh. "Ohne unsere SWH Gruppe wäre Hoyerswerda nur halb so attraktiv", so Ruban-Zeh.

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