Die Stadtwerke Krefeld (SWK) blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2023 zurück. Umsatz und Gewinn stiegen teils deutlich. Treiber war vor allem das Energiegeschäft mit seinen 795.000 Kundinnen und Kunden.
SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke nannte vor Journalisten in Krefeld drei Gründe für die gute Entwicklung: das gestiegene Energiepreisniveau, Kundenzuwächse und die erstmalige Konsolidierung der 2023 erworbenen Kälte Klima Peters.
40 Prozent mehr Umsatz
Dem Vorstandssprecher zufolge stieg der Umsatz im vergangenen Jahr gegenüber 2022 um mehr als 40 Prozent oder 758 Millionen (Mio.) Euro auf rund 2,48 Milliarden (Mrd.) Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebitda) legte um 42 Mio. Euro auf 167 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss kletterte um 35 Mio. Euro auf 83 Mio. Euro.
Die SWK, wozu auch Lekker Energie gehört, konnten laut Liedtke "ein Stückweit unter der Krise hinwegtauchen". Gelungen sei dies auch durch eine langfristige Energiebeschaffungsstrategie.
Um das Risiko von Preisausschlägen zu minimieren, kauft das Unternehmen Strom und Gas drei Jahre im Voraus ein – und das innerhalb dieses Zeitraums zeitversetzt in mehreren Tranchen.
Keine Fortsetzung
Allerdings räumt Liedtke ein, dass sich ein solches Ergebnis "in den kommenden Jahren nicht wiederholen lassen wird". Denn die Energiepreise an der Börse seien schneller gesunken als erwartet, erklärte Liedtke auf ZfK-Nachfrage.
Lange Zeit hätten die Preise der SWK unter denen vieler Wettbewerber gelegen. Das sei nun zum Teil anders. Er verwies jedoch darauf, dass der Effekt langfristig auch bei den eigenen Kundinnen und Kunden ankommen werde.
Discounter in der Kritk
Kritisch sieht das Unternehmen in dem Zusammenhang sogenannte Energiediscounter, die wieder auf den Markt drängen. In der Energiekrise fielen Tausende Discounter-Kundinnen und -Kunden plötzlich in die Grundversorgung, weil ihnen gekündigt wurde oder ihr Anbieter insolvent ging.
Für sie mussten Grundversorger zusätzliche Mengen zu höheren Preisen einkaufen. Das Ganze sei Folge einer zu kurzfristigen Beschaffungsstrategie der Discounter gewesen, so Liedtke weiter. "Wettbewerblich in Ordnung, aber nicht sinnvoll". (dz)



