Der Enni-Gesellschafter Westenergie begrüßt die geplante Anteilsaufstockung der Gelsenwasser AG bei der Enni Energie & Umwelt Niederrhein GmbH (Enni). „Wir sehen dies als Stärkung der Gesellschaft und damit der Energieversorgung in der Region“, teilte eine Westenergie-Sprecherin auf ZfK-Anfrage mit.
Der Plan stehe aber nicht im Zusammenhang mit einer Change-of-Control-Klausel hieß es weiter. Im Zuge des Eon-/RWE-Deals waren zahlreiche Stadtwerkebeteiligungen von Innogy auf die Eon-Tochter Westenergie übergegangen. Einige wenige Kommunalversorger hatten daraufhin die Kontrollwechselklausel gezogen und die Gesellschafterstruktur angepasst.
Verwässerung der übrigen Enni-Anteile geplant
Die Erhöhung der Gelsenwasser-Anteile werde zu einer Verwässerung der Anteile der übrigen Enni-Gesellschafter führen, so die Westenergie-Sprecherin. Die Gelsenwasser AG war 2018 bei Enni eingestiegen. Laut dem in der vergangenen Woche veröffentlichten Geschäftsbericht will der Gelsenkirchner Wasser- und Energieversorger seine Beteiligung von aktuell 5,9 auf 12,61 Prozent erhöhen.
Das Vorhaben befindet sich laut Gelsenwasser im kommunalrechtlichen Genehmigungsprozess. „Eine Umsetzung erwarten die Unternehmen voraussichtlich im Sommer, wenn vorher die Freigabe der Bezirksregierung vorliegt“, präzisierte eine Gelsenwasser-Sprecherin auf Anfrage.
Die Eon-Tochter Westenergie hält aktuell 20 Prozent an Enni. Hauptgesellschafter ist die Stadt Moers (über die Tochter Enni Stadt & Service Niederrhein AöR) mit 69,43 Prozent sowie die Stadt Neukirchen-Vluyn mit 4,67 Prozent.
Erneut sollen Assets eingebracht werden
Im Rahmen der Transaktion sollen Gelsenwasser-Anteile an der Erdgasversorgung Schwalmtal und dem Windpark Hünxer Heide GmbH in die Enni eingebracht werden. Auch beim Einstieg 2018 bei Enni hatte Gelsenwasser konkrete Assets an den Moerser Regionalversorger übertragen in Form von Gasnetzen. (hoe)



