In der Corona-Pandemie waren viele Stadtwerkemitarbeiter im Kundenservice nur noch telefonisch erreichbar.

In der Corona-Pandemie waren viele Stadtwerkemitarbeiter im Kundenservice nur noch telefonisch erreichbar.

Bild: © Berkeley Communications/Unsplash

Folgt auf den Winter-Preisaufschlag der große Frühjahrs-Preissturz? Mit Entega hat jedenfalls der nächste große Player verkündet, seine Grundversorgungspreise im April deutlich zu senken. Die Neukundenpreise außerhalb der Grundversorgung will der Anbieter bereits zum 25. Januar anpassen, wie der Firmenwebsite zu entnehmen war.

Die Hessen kürzen die Strompreise in der Grundversorgung um 27 Prozent auf dann 42,08 Cent pro kWh. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Gassektor aus. Dort geht der Grundversorgungspreis um 36 Prozent auf 13,30 Cent pro kWh zurück.

Großhandelspreise stark gefallen

Zuvor hatten bereits die Stadtwerke München bekanntgegeben, ihre Strompreise im April zu senken – von derzeit 62 auf dann 52 Cent pro kWh. Auch die Energieversorgung Halle sowie die Stadtwerke Pinneberg hatten baldige Preissenkungen in Aussicht gestellt. (Die ZfK berichtete.)

In den vergangenen Wochen waren die Großhandelspreise für Strom und Gas stark gefallen. In der Folge sind laut den Vergleichsportalen Verivox und Check 24 Neukundentarife im Schnitt wieder günstiger als Grundversorgungsarife. Tatsächlich gibt es bundesweit große Preisunterschiede in der Grundversorgung. Bei Strom ermittelte der Dienstleister Enet für Januar eine Bandbreite von 28 bis 93 Cent pro kWh.

Gemischtes Bild bei Neukundenvertrieb

Auf den Vergleichsportalen herrscht derzeit weiter ein Unterbietungswettbewerb. Der sogenannte Discounteranbieter Grünwelt Energie verlangte am Freitag auf Check 24 abgerundet gerade noch 35 Cent pro kWh Strom. Auch andere Stromversorger bieten inzwischen unterhalb des Preisbremsenniveaus an. (Die ZfK berichtete.)

Bei großen Stadtwerken zeigt sich dagegen im Neukundenvertrieb noch ein gemischtes Bild. Die Münchner gaben am Freitag auf ihrer Website an, dass sie "aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungspreise zum aktuellen Zeitpunkt keine Tarife anbieten".

45 bis 66 Cent pro kWh Strom

Der Dortmunder Grundversorger DEW21 listete als Ergebnis einer Tarifrechnersuche (Dortmunder Postleitzahl 44135, 2500 kWh Jahresverbrauch) Stromtarife mit einem Arbeitspreis von 66,47 Cent pro kWh.

Der Hannoveraner Regionalversorger Hannover bot Neukunden in der niedersächsischen Hauptstadt auf der eigenen Website ein Stromprodukt mit einem Arbeitspreis von 45,42 Cent pro kWh inklusive Preisgarantie von einem Jahr. (aba)

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