Die Belastungen aus der Energiekrise habe man dank "operativer Anstrengungen weitgehend" kompensieren können, heißt es bei Eon.

Die Belastungen aus der Energiekrise habe man dank "operativer Anstrengungen weitgehend" kompensieren können, heißt es bei Eon.

Bild: © Andreas Baumer

Energiekonzern Eon hat Ernst gemacht und die Stadtwerke Castrop-Rauxel wegen "unlauteren Wettbewerbs" abgemahnt. Dies bestätigte ein Sprecher der Vertriebstochter Eon Energie Deutschland auf ZfK-Nachfrage. Zuvor hatte die "Marler Zeitung" darüber berichtet.

Hintergrund ist ein Kündigungsschreiben des Kommunalversorgers, das vor einigen Tagen publik wurde. Darin bieten die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Stadtwerke den Betroffenen an, erst einmal in die Grundversorgung zu wechseln, nicht zuletzt weil die dortigen Tarife noch sehr günstig seien. Sollten sie als Stadtwerke künftig dagegen billigere Preise bieten können als der örtliche Grundversorger, würden die Kunden automatisch zurückwechseln, sofern sie dem Unternehmen dazu eine Vollmacht erteilt haben.

"Höchst unsolidarisches Verhalten"

Eon-Energie-Deutschland-Chef Filip Thon, dessen Unternehmen sowohl Strom- als auch Gas-Grundversorger in Castrop-Rauxel ist, warf den Stadtwerken in einem Brief "höchst [...] unsolidarisches Verhalten" vor. Zugleich behielt er sich vor, auch rechtlich gegen den Kommunalversorger vorzugehen.

Jens Langensiepen, Geschäftsführer der Stadtwerke Castrop-Rauxel, verteidigte dagegen das Vorgehen seines Unternehmens auf ZfK-Nachfrage. "Als kommunales Stadtwerk haben wir auch eine Verantwortung dafür, dass Energie bezahlbar bleibt, auch wenn das heißt, Kunden zeitweise nicht mehr selbst zu beliefern", teilte er mit.

Die ganze Vorgeschichte zum Fall Castrop-Rauxel können Sie hier nachlesen. (aba)

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