Der Untreue-Prozess gegen den früheren Chef der Stadtwerke Lindau Thomas Gläßer beginnt am 1. September. Das berichtet die Lindauer Zeitung, die sich auf Informationen der Staatsanwaltschaft beruft.
Demnach wird Gläßer vorgeworfen, Dienstleistungen für die Reinigung seiner Privatwohnung über die Stadtwerke abgerechnet zu haben. Bei dem Tatvorwurf handele es sich um „Untreue im Bereich von 800 Euro“.
Mit sofortiger Wirkung abberufen
Gläßer war im September 2019 mit sofortiger Wirkung abberufen und vom Dienst freigestellt worden. Zwei Monate später erstattete Stadtrat Matthias Kaiser von der "Bunten Liste" wegen des Verdachts der Untreue Anzeige gegen Gläßer. Wie die ZfK damals berichtete, war die Liste mit Vorwürfen gegen den Stadtwerke-Chef lang. So hatte er angeblich eine Werkswohnung auf Kosten des Unternehmens für 37.000 Euro umbauen lassen, weil er dort habe einziehen wollen.
Auch auf der Liste: Die Beschäftigung eines Beraters, dessen Abrechnung nie einen Urlaubstag enthalten habe und bei dem zeitweise Gläßers Sohn beschäftigt gewesen sei. Ein weiterer Vorwurf: Eine Einladung an Unbekannte auf dem Lindauer Oktoberfest, bei der Gläßler bei der Abrechnung getrickst haben soll.
Viele Vorwürfe nicht bestätigt
Wie die Lindauer Zeitung schreibt, hat sich offenbar bei allen anderen Vorwürfen der Tatbestand der Untreue nicht bestätigt. (amo)


