Bad Belzig ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Die Stadt hat knapp 11.300 Einwohner.

Bad Belzig ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Die Stadt hat knapp 11.300 Einwohner.

Bild: © Adobe Stock/Mario Hagen

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat das Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Belzig eingestellt. Sie konnte aufgrund der Ermittlungen keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten feststellen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

„Wir waren die ganze Zeit über sicher, dass wir rechtskonform gearbeitet haben, und daher auch felsenfest davon überzeugt, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft genau dies bestätigen würden“, lässt sich Geschäftsführer Hüseyin Evelek in der Mitteilung zitieren. Die Staatsanwaltschaft war im Zusammenhang mit der neuen Preisstruktur bei der Fernwärme aktiv geworden.

Stadtwerke-Mitarbeiter in Misskredit gebracht

Der Stadtwerke-Chef bedauert, dass durch die Anzeige in Bad Belzig eine Atmosphäre von Misstrauen und Missgunst entstanden sein. Das habe vielen Kollegen, aber auch den Angehörigen der Stadtwerke-Mitarbeiter sehr weh getan, zeigt sich Evelek betroffen.

Auch Bürgermeister Roland Leisegang nimmt Stellung zu der aktuellen Entwicklung. Es sei schlimm, dass durch die öffentlich geführte Debatte viel Porzellan zerschlagen worden sei. Der Kommunalpolitiker spricht auch von einem unverdienten Imageschaden für die Stadtwerke mit ihrem Geschäftsführer und den Mitarbeitern. Er habe den Beschwerdeführern von Anfang an mitgeteilt, dass sie den Rechtsweg nutzen sollten statt die Arbeit der Stadtwerke in Misskredit zu bringen. „Solche Kampagnen helfen uns bei der Entwicklung unserer Kur- und Kreisstadt Bad Belzig gewiss nicht“, ärgert sich Leisegang.

Immer Ärger mit der Fernwärme

Laut Stadtwerke-Anwalt Stefan Wollschläger von der Fachkanzlei Becker Büttner Held kommt es im Zusammenhang mit Fernwärme immer wieder mal zu Unverständnis oder auch Konflikten zwischen Versorgern und Kunden überall in Deutschland. Diese würden auch immer mal wieder vor Zivilgerichten landen. „Dass sich Bürger jedoch dazu hinreissen lassen, mit einer solchen Kampagne und insbesondere einer Strafanzeige ihr eigenes Stadtwerk und auch Einzelpersonen derartig an den Pranger zu stellen und ihren Ruf nachhaltig zu beschädigen, das ist auch für mich nach 20 Jahren in dieser Branche neu“, lässt sich der Jurist in der Mitteilung der Stadtwerke zitieren.

Stadtwerke-Chef Evelek will nun nach vorne blicken. „Die Bad Belziger Stadtwerke stehen wie alle kommunalen Versorger in Zeiten von Klimaumstellungen und rasant steigenden Rohstoffpreisen großen Herausforderungen gegenüber. Dafür brauchen wir alle unsere Energie.“ (amo)

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