Seit diesem Montag ist öffentlich einsehbar, welche zwölf Unternehmen Ausgleichsansprüche aus der Gasbeschaffungsumlage angemeldet haben. Ein Großteil der Namen war zuvor schon durchgesickert. (Die ZfK berichtete.)
Demnach gehört die Hälfte der Gashändler zu Konzernen, die im Ausland ihren Hauptsitz haben.
Schweiz, Zypern und Niederlande
Dies gilt für Axpo Solutions, eine deutsche Tochter des Schweizer Energiekonzerns Axpo, genauso wie für OMV Gas Marketing & Trading Deutschland, eine deutsche Tochter des österreichischen OMV-Konzerns.
Dazu gesellen sich die Handelshäuser DXT Commodities, Enet Energy (beide Schweiz), Gunvor (Zypern) und Vitol (Niederlande).
Drei Unternehmen aus Sefe-Gruppe
Die Namen der deutschen Unternehmen waren überwiegend schon zuvor durchgesickert. Den wohl mit Abstand größten finanziellen Ausgleichsanspruch stellt Gasimporteur Uniper. Auch der Leipziger Konkurrent VNG ließ sich listen. Zudem wird der Essener Energieriese RWE genannt. Der Konzern hatte allerdings bekannt gegeben, kein Geld aus der Umlage verlangen zu wollen.
Die letzten drei Namen zählen alle zur Sefe-Unternehmensgruppe, die früher Gazprom Germania hieß. Diese gehörte dem russischen Gazprom-Konzern und steht seit Anfang April unter der Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. Zuvor hatte Gazprom versucht, die Gruppe an russische Investoren zu verkaufen.
Wingas und WIEH
Finanziellen Anspruch angemeldet haben die Muttergesellschaft Sefe genauso wie die Handelstöchter Wingas und WIEH. Die komplette Liste ist auf der Internetseite des Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) unter "FAQ Gasbeschaffungsumlage und Gasspeicherumlage" zu finden. (aba)



