Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Velbert im nordrhein-westfälischen Landkreis Mettmann.

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Velbert im nordrhein-westfälischen Landkreis Mettmann.

Bild: © Stadtwerke Velbert

Die Stadtwerke Velbert in Nordrhein-Westfalen holen sich mit Gelsenwasser einen der großen Wasser- und Energieversorger Westdeutschlands mit an Bord.

Hintergrund ist ein Tauschgeschäft zwischen den beiden Unternehmen. Die Stadtwerke übernehmen im kommenden Jahr das Wassernetz für Velbert-Langenberg vom Gelsenkirchener Partner. Im Gegenzug gehen 15 Prozent der Stadtwerkeanteile an Gelsenwasser.

Fachliche Kooperation vereinbart

"Wir freuen uns, dass wir uns am Ende einvernehmlich und partnerschaftlich auf ein Kooperationsmodell einigen konnten, das für beide Seite vorteilhaft ist und gleichzeitig die Sicherheit und Stabilität unserer Wassernetze garantiert", wird Kai-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert, zitiert.

Die beiden Unternehmen wollen außerdem fachlich kooperieren. Genannt werden technische Leistungen für das Rohrnetz sowie allgemeine kaufmännische Dienstleistungen zu vereinbarten Konditionen.

Grundversorger in Velbert

Gelsenwasser zählt laut Website derzeit mehr als 80 Partnerunternehmen, darunter eine Reihe von Stadt- und Gemeindewerken. Der Konzern selbst gehört zu 92 Prozent der Wasser und Gas Westfalen, einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Bochum und Dortmund.

Nach eigenen Angaben verantworten  die Stadtwerke Velbert derzeit 380 Kilometer Wassernetz in der Heimatstadt (85.000 Einwohner). Zudem sind sie in den Bereichen Strom, Gas und Dienstleistungen aktiv. Für die Stadt Velbert sind sie sowohl Strom- als auch Gasgrundversorger.

2021 Change-of-Control-Klausel gezogen

2021 hatte Velbert die sogenannte Change-of-Control-Klausel gezogen und die Stadtwerke vollständig rekommunalisiert. In diesem Zuge hatte die Kommune noch gut 30 Prozent der Anteile von der Eon-Tochter Westenergie zurückgekauft. (Die ZfK berichtete.)

Zuletzt machte das Kommunalunternehmen Schlagzeilen, als es sich im Frühjahr dieses Jahres vom damaligen Geschäftsführer Stefan Freitag trennte. Es sei kein einvernehmlicher Abschied gewesen, hatte der Manager der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" mitgeteilt. Diese Entscheidung habe man ihm recht kurz und knapp und ohne nähere Begründung mitgeteilt. (Die ZfK berichtete.)

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