Grundversorgte Kunden in München müssen im Januar deutlich mehr für Strom zahlen als grundversorgte Kunden in Kaiserslautern.

Grundversorgte Kunden in München müssen im Januar deutlich mehr für Strom zahlen als grundversorgte Kunden in Kaiserslautern.

Bild: © Chase Chapell/Unsplash

Kurz vor Fristschluss haben weitere Grundversorger von Rostock an der Ostsee bis bis Lindau am Bodensee Preiserhöhungen zum Neujahr angekündigt. Dabei fallen die neuen Preise teils recht unterschiedlich aus.

Eine Rolle mögen dabei regional verschiedene Netzentgelte spielen. Deutlich größeren Einfluss dürften jedoch unterschiedliche Beschaffungsstrategien und Risikoeinpreisungen haben. In den vergangenen Monaten waren die Großhandelspreise stark geschwankt und erreichten Ende August sogar am Terminmarkt einen Spitzenwert von 1000 Euro pro MWh Strom, ehe sie zuletzt wieder auf 300 Euro pro MWh absackten. Das macht Preiskalkulationen für die Zukunft besonders schwierig.

38 bis 47 Cent pro kWh

Die Stadtwerke Augsburg in Bayern berechnen künftig für einen Durchschnittshaushalt in der Grundversorgung 52 Cent pro kWh Strom. Die noch südlich gelegeneren Stadtwerke Lindau verlangen rund 41 Cent pro kWh, wie die "Allgäuer Zeitung" berichtet.

Bei den Stadtwerken Detmold in Nordrhein-Westfalen werden von Januar an rund 47 Cent pro kWh fällig. Bei den Stadtwerken Gütersloh, die ebenso im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik beheimatet sind, sind es dann knapp 38 Cent pro kWh.

28 bis 52 Cent pro kWh

Grundversorgte Kunden im pfälzischen Ort Bad Bergzabern müssen nächstes Jahr 52 Cent pro kWh zahlen.

Bei den Stadtwerken Kaiserslautern, die zuletzt für 1. November anpassten, sind es Stand jetzt 28 Cent pro kWh.

Große Städte, große Unterschiede

Teils erhebliche Unterschiede lassen sich auch bei Strom-Grundversorgungstarifen in Deutschlands größten Städten feststellen.

In Berlin und Hamburg wurden die Preise zuletzt im Oktober angehoben. Seitdem zahlen hier grundversorgte Stromkunden 33 Cent pro kWh. Der für beide Städte zuständige Grundversorger Vattenfall teilte auf ZfK-Anfrage mit, dass es über künftige Preise "derzeit keine finale Entscheidung" gebe. Kunden würden sechs Wochen vor Gültigkeit informiert.

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Preiserhöhungen in München, Köln und Frankfurt

In München liegt der Strom-Grundversorgungspreis von Januar an bei rund 62 Cent, in Köln bei rund 55 Cent und in Frankfurt am Main bei 50 Cent pro kWh. (aba)

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