Der Konkurs des Vorlieferanten hat auch den sächsischen Strom- und Gasanbieter Dreischtrom GmbH im sächsischen Hoyerswerda zum Straucheln gebracht. Aufgrund der Pleite des Geschäftspartners habe Dreischtrom keinen Zugriff mehr auf die langfristig gesicherten Mengen gehabt und hätte die fehlenden Volumen zu den aktuellen, rekordhohen Preisen am Markt nachbeschaffen müssen, heißt es auf der Homepage des ostdeutschen Versorgers.
Da man die Preisdifferenz nicht an die Kunden weiterreichen konnte, sei man gezwungen gewesen, Insolvenz anzumelden. Am Mittwoch (8. Dezember) wurde das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Als erster hatte darüber das Portal Verbraucherhilfe-Stromanbieter.de berichtet.
Mainova und Entega übernehmen je 5000 Gas.de-Kunden in die Ersatzversorgung
Ob die Geschäftsaufgabe von Dreischtrom im Zusammenhang mit dem am Donnerstag vergangener Woche angekündigten Lieferstopp von Gas.de zusammenhängt, ist unklar. In der Regel wird eine solch drastische Maßnahme, wie eine vollständige Einstellung der Energielieferungen, nur in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation getroffen.
Offiziell ist von einer Insolvenz von Gas.de aber nichts bekannt, das Unternehmen gehört wie auch die Marke Stromio zu dem in Holland ansässigen Konzern Universal Utility International.
Die Beendigung der Lieferverhältnisse mit allen Kund:innen durch den Discounter Gas.de spült den Stadtwerken deutschlandweit aktuell Zehntausende neuer Kund:innen in die Ersatzversorgung.
Die Mainova etwa informiert aktuell, dass sie rund 5000 Kund:innen übernimmt, weitere 5000 ehemalige Gas.de-Kund:innen beliefert zudem seit Kurzem die Entega in der Grundversorgung. Bereits vor dem Lieferstopp seien über 1000 Kund:innen des Gasdiscounters in einen der Ökogastarife der Entega gewechselt, heißt es aus Darmstadt.
Bilanzkreis von "Way2energy" geschlossen
Bereits am Dienstag war der Bilanzkreis der "way2 energy GmbH" mit Sitz im schleswig-holsteinischen Kaltenkirchen geschlossen worden. Dies sei einvernehmlich auf Initiative des Vertragspartners geschehen, bestätigt der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz auf Anfrage. Die genauen Beweggründe seien aber nicht bekannt. (hoe)



