Wegen eines verlustreichen Vorjahres nehmen die Stadtwerke Sömmerda Kredite über insgesamt fünf Millionen Euro auf. Das hat der Rat der Stadt Sömmerda, alleinige Gesellschafterin der Stadtwerke, laut Protokoll auf seiner jüngsten Sitzung am 7. Dezember beschlossen. Das thüringische Unternehmen hat stark unter der Energiekrise gelitten.
Im abgelaufenen Jahr verbuchte die Sömmerdaer Energieversorgung demnach einen Verlust von fast fünf Millionen Euro. Die Stadt ist Mehrheitsgesellschafterin des Versorgers, Steag New Energies hält eine Minderheit. Die Gründe dafür seien die Energiekrise infolge des Kriegs in der Ukraine sowie "aussetzende" Energiemärkte.
Die Sömmerdaer Energieversorgung "ist nicht in der Lage, den Verlustausgleich aus eigenen Mitteln vorzunehmen", heißt es weiter. Um den steuerlichen Querverbund für die Zukunft nicht zu gefährden, müsse der Ausgleich jetzt vorgenommen werden.
Freistaat und Stadt helfen
Bei den Krediten handelt es sich zum einen um ein Bankdarlehen in Höhe von zwei Millionen Euro, das der Freistaat Thüringen absichert. Weitere drei Millionen Euro kommen über ein Gesellschafterdarlehen. Dazu will die Stadt Sömmerda selbst einen Kredit aufnehmen. Die Sömmerdaer Energieversorgung soll 25 Jahre Zeit bekommen, das Darlehen zu tilgen. (dz)



