Wichtige Weichenstellung für den künftigen Betrieb des Gasnetzes in der Bundeshauptstadt: Das Land Berlin hat keinen Widerspruch zur vertraglich vorgesehenen Laufzeitverlängerung des Konzessionsvertrags für das Gasnetz eingelegt. Der Konzessionsvertrag mit der zur Gasag-Gruppe gehörenden NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg verlängert sich dadurch bis zum 31.12.2034. Dies teilt die Gasag auf ZfK-Anfrage mit.
"Die Laufzeitverlängerung bringt nicht nur der NBB als Eigentümerin und Betreiberin des Netzes, sondern der gesamten Gasag-Gruppe und ihren Beschäftigten Planungssicherheit", freut sich der Gasag-Vorstandsvorsitzende Georg Friedrichs. Dies ermögliche der Gasag-Gruppe, sich auf ihre Energiewende-Projekte zu konzentrieren und damit insbesondere die Wärmewende in Berlin und Brandenburg aktiv voranzutreiben.
Mehrheitsübernahme der Gasag durch das Land war Ende 2024 gescheitert
Die Berliner Landesregierung bemüht sich seit Jahren darum, zentrale Energienetze in öffentliche Hand zu überführen. Das Strom-, Wasser- und Fernwärmenetz ist in kommunaler Hand. Für eine Übernahme des Gasnetzes hatte der Senat den Erwerb der Mehrheitsanteile an der Gasag angestrebt. Diese Pläne waren aber im Herbst vergangenen Jahres für gescheitert erklärt worden, weil eine Einigung mit den Gasag-Gesellschaftern Eon und Engie nicht zustande kam.
Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg betreibt nach Gasag-Angaben eines der größten Gasverteilnetze Deutschlands. Das Rohrnetz hat eine Länge von über 14.000 Kilometern. Mit einer über 50 Kilometer langen Hochdruckleitung in Berlin ist die NBB zudem Teil des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes. Durch Wasserstoff soll die Dekarbonisierung von Fernwärme abgesichert und perspektivisch rund ein Fünftel der Wohngebäude in Berlin klimaneutral versorgt werden.



