Der Tarifkalkulator funktioniert sowohl im Strom- als auch im Gasvertrieb. Eingebunden in Microsoft Office sei keine zusätzliche Hard- oder Software nötig.

Der Tarifkalkulator funktioniert sowohl im Strom- als auch im Gasvertrieb. Eingebunden in Microsoft Office sei keine zusätzliche Hard- oder Software nötig.

Bild: © fotolia / Minerva Studio – www.fotolia.de

Die Großhandelsmärkte sind laut MVV-Chef Georg Müller in Sachen Preisentwicklung aktuell in der Tendenz eher zuversichtlich. „Das kann man daran sehen, dass die Terminmarktpreise für 2025 unter denen von 2024 liegen und die von 2024 unter denen von 2023“, erklärte Müller bei der Bilanzpressekonferenz des Mannheimer Energieversorgers auf Nachfrage. Die Erwartungshaltung an den Terminmärkten deute eher auf „Entspannung als auf Anspannung“ hin.

Im Strommarkt seien aufgrund der vielen still stehenden Atomkraftwerke in Frankreich Engpässe in dieser Heizperiode möglich, Mit kritischen Versorgungssituationen rechne er indes nicht (einen separaten Bericht über Ergebnis und Ausblick finden Sie hier) .

Auch zum Thema Strom- und Gaspreisbremse bezog das Unternehmen Stellung. "Die Umsetzungsdauer macht uns zu schaffen, die Umsetzungszeit ist eigentlich zu kurz. Die Mitarbeitenden stehen seit Monaten unter Strom", sagte Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer. Erste Gelder der KfW für die Erstattung des Dezemberabschlags seien bereits an die MVV geflossen. Man sei bereits dabei, dies an die Kunden weiter zu leiten. Die Fernwärmekunden der MVV werden von der Preisbremse nicht profitieren, weil die Tarife aktuell darunter liegen.

Müller: "Beihilferechtliche Genehmigung für Industrie-Preisbremse könnte bis Januar noch nicht vorliegen"

Von größerer Komplexität sei jetzt noch die Umsetzung der Energiepreisbremsen für Industriekunden zu Beginn des Jahres. „Hier ist es gut möglich, dass das Gesetz am 1. Januar für die Industrie noch nicht umgesetzt werden kann, weil die beihilferechtliche Genehmigung durch die EU noch nicht vorliegt“, ergänzte MVV-Vorstand Georg Müller.

Klöpfer: "Nettokundenzuwächse in Mannheim, Kiel und Offenbach"

Hilfreich wäre es,  wenn es auf der Zielgeraden des Gesetzgebungsprozesses zu den Energiepreisbremsen noch Vereinfachungen geben würde. Der vermeintlich geringe Wettbewerb und die Versuche einzelner Anbieter bis Jahresende mit Blick auf Gas- und Strompreisbremse noch offensiv auf Kundenfang zu gehen, sieht Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer entspannt. „Wir haben an allen Standorte, in Mannheim, in Kiel und in Offenbach Nettokundenzuwächse, weil wir zu den günstigeren Anbietern gehören“, versicherte er. Im Gewerbekundensegment erwartet er im kommenden Jahr eine kleine Delle.

Da aber auch in diesem Bereich die Tendenz sehr stark in Richtung Energieeffizienzlösungen gehe, erwarte er auch dort künftig Wachstum. „Unterm Strich befinden wir uns da in einer sehr guten Situation“. Zum Thema LNG-Versorgung führe MVV bereits Gespräche. Man gehe aber nicht davon aus, dass man langfristig strategisch auf LNG setzen werde. Zudem sei der Gasmarkt aktuell auch noch „ausreichend liquide“. (hoe)

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