Mit einem Paukenschlag hatte sich der Mainzer Direktvermarkter Inpower zum Jahresanfang zurückgemeldet: Mit einem Direktvermarktungsportfolio von 1253 Megawatt (MW) im Januar 2024 verbuchte das Unternehmen einen Zuchwachs von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hielten die Mainzer ein, was sie beim Neustart im Jahr 2022 versprachen: das Direktvermarktungsportfolio deutlich auszubauen.
Dabei hatte der Direktvermarkter Mitte 2021 doch erst Insolvenz angemeldet. Mit dem Einstieg des Prager Trading-Spezialisten Second Foundation als Investor gelang schließlich jedoch die Trendwende. Nun folgt sogar der nächste Schritt. Die Second Foundation erwirbt neun Batteriespeicherprojekte mit etwa 120 MW Leistung und steigt damit als Investor in den deutschen Batteriemarkt ein. Die Vermarktung der Flexibilität aus den Batteriespeichern übernimmt demnach die Tochter Inpower.
Weiteres Wachstum anvisiert
Der Verkäufer ist der PV- und Speicherspezialist Tauber-Solar aus Baden-Württemberg, der damit einen Teil seiner Entwicklungspipeline veräußert. Projektentwickler Joulibra Storage soll die Projekte nun bis zur Baureife führen.
Die Vermarktung von Flexibilitäten soll im Portfolio von Inpower zukünftig eine relevante, aber nicht die dominante Rolle einnehmen, wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte. Zudem will der Direktvermarkter sein Portfolio weiter vergrößern und hofft, 2024 eine ähnliche Wachstumsrate darstellen zu können, wie im letzten Jahr.
White-Label-Produkte für Ökostrom
Inpower mit Sitz in Mainz ist bereits seit 2006 in der Direktvermarktung von erneuerbaren Energien tätig. Das Unternehmen betreibt eigene Bilanzkreise und versorgt Gewerbe- und Industriekunden mit Energie.
Mit Inpower Metering und Grünpower ist der Energiedienstleister auch im Messstellenbetrieb sowie in der Grünstromversorgung von Endkunden tätig. Inpower beliefert zudem auch White-Label-Partner mit Ökostrom. (jk)
