Die MVV Energie ist bei der Suche nach einem neuen Großaktionär offenbar auf der Zielgeraden angekommen. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll der australische Infrastrukturinvestor First State Investments kurz vor dem Einstieg bei dem Mannheimer Unternehmen stehen. Die MVV wollte das auf ZfK-Anfrage nicht kommentieren.
In einer Ad-hoc-Mitteilung informierte das mehrheitlich kommunale Unternehmen aber, dass die beiden Aktionäre EnBW und Rheinenergie sich mit einem Bieter grundsätzlich über den Verkauf ihrer MVV-Anteile geeinigt hätten. Ein Vertragsschluss stehe aber unter dem Vorbehalt der erforderlichen Gremienzustimmungen und behördlichen Genehmigungen.
Aktienpaket hat Börsenwert von 750 Mio. Euro
Die MVV strebt nach eigenen Angaben eine langfristig stabile Aktionärsstruktur an. Diese soll auch in Zukunft eine konsequente und erfolgreiche Umsetzung „ihrer auf die nachhaltige Gestaltung der Energiewende ausgerichteten Unternehmensstrategie“ sicherstellen. EnBW und Rheinenergie halten ein Aktienpaket von insgesamt 45,1 Prozent an dem Mannheimer Versorger, Mehrheitseigner ist die Stadt Mannheim. Der Börsenwert dieses Aktienpakets liegt bei rund 750 Mio. Euro.
First State gehört auch Ferngas Nordbayern
Laut dem Portal „investing.com“ gehört First State seit dem vergangenen Jahr der japanischen Großbank Mitsubishi. Der Investor verwaltet ein Anlagevermögen rund 150 Milliarden Euro. Zum Portfolio in Deutschland gehört auch der Gasnetzbetreiber Ferngas Nordbayern, der vor einigen Jahren von Eon übernommen wurde. (hoe)


