Nach einem Verlust von 4,5 Mio. Euro im Jahr 2022 haben die Stadtwerke Osnabrück ein positives Konzernergebnis in Höhe von 6,7 Mio. Euro eingefahren.
"Als wesentlicher Effekt für dieses Ergebnis sind insbesondere die positiven Entwicklungen im Energiehandelsgeschäft zu nennen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Osnabrück, Daniel Waschow, im Gespräch mit der ZfK.
Konkret sei ein Großteil dieses Effekts durch die Optimierung des Risikomanagements zustande gekommen, erläuterte Finanzvorstand Dirk Eichholz, insbesondere bei den Absatzprognosen: "Dort haben wir festgestellt, dass wir etwas zu viel Gas haben und konnten bei dem Verkauf von den hohen Preisen noch profitieren", sagte er weiter. Das verbuche er allerdings unter einem Einmaleffekt, der in dieser Größenordnung zunächst nicht nochmal zu erwarten sei.
Erstes Jahr für neues Führungsduo
Gemeinsam mit dem Finanzvorstand Dirk Eichholz bildet er seit dem 15. August 2023 den Vorstand der Stadtwerke. Sie setzen die Optimierungsprozesse fort, die der bisherige Interimschef Stefan Grützmacher teilweise angestoßen hatte. "Zum einen sehen wir, dass der Energiemarkt sich im Allgemeinen etwas stabilisiert. Zum anderen sehen wir, dass auch unternehmensintern unsere Maßnahmen zur Stabilisierung und Transparenzschaffung beitragen", resümierte Waschow. "Einen zentralen Einfluss auf das Unternehmensergebnis 2023 hatten diese strukturellen Veränderungen noch nicht", sagte er weiter. Sie wiederum sollen sich noch verstetigen und sich "hoffentlich in den nächsten Jahren" in der Bilanz bemerkbar machen.
Höhere Investitionen
Das Investitionsvolumen stieg von 56,5 Mio. auf 72,1 Mio. Euro an. Zu den Investitionsschwerpunkten zählte vor allem das Netz- und Anlagensegment mit über 50 Mio. Euro.
Der Umsatz der Stadtwerke ging 2023 ging von 786,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 686 Mio. Euro zurück. Sowohl beim Gas- als auch beim Stromabsatz waren die Zahlen 2023 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, und das obwohl das Unternehmen im Endkundengeschäft mit einer positiven Tendenz unterwegs sei. Grund dafür sei ein weitegehendes Aus für die sogenannten Weiterverteilungsgeschäfte, als die Stadtwerke Osnabrück kleinere Versorger beliefert hatten. (am)



