Steht seit 2016 an der Spitze von RWE: Rolf Martin Schmitz.

Steht seit 2016 an der Spitze von RWE: Rolf Martin Schmitz.

Bild: © RWE

Für den scheidenden RWE-Chef Rolf Martin Schmitz ist der Kohleausstieg 2030 "erledigt". "Alles, was danach kommt, spielt CO2-mäßig keine Rolle mehr", sagte er im Podcast "Wirtschaftsreporter" der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

Per Gesetz steigt Deutschland erst Ende 2038 aus. Bis dahin dürfte Kohle nach Schmitz' Ansicht aber kaum mehr eine Rolle im deutschen Energie- und Strommix spielen. "Dann haben wir zwar noch immer [Kohle-]Kraftwerke", sagte er. "Aber diese laufen nicht viel."

RWE-Chef wirbt für Offshore-Ausbau

Insofern sei es eminent wichtig, dass der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben werde, sagte er. "Dann kann man sich das Nachdenken über Kohle[kraftwerke] sparen, weil sie dann nicht mehr viel laufen [werden]."

Insbesondere auf den Offshore-Ausbau komme es jetzt an, führte Schmitz aus. Dort stünden noch viele Flächen zur Verfügung. Er glaube aber, dass sich da in Deutschland schon in den nächsten zwei Jahren viel tun werde.

Siehe auch: RWE-Chef Schmitz: "Das Verhältnis zu Stadtwerken ist unverändert gut"

RWE im Umbruch

RWE befindet sich mitten im Umbau weg von fossilen Energien hin zu einem großen Erneuerbaren-Portfolio. Zwar trugen Kohle und Kernenergie im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zum Konzernergebnis von 1,8 Milliarden Euro bei. Allerdings geht RWE davon aus, dass 2023 die fetten Jahre für dieses Segment vorbei sein werden.

2022 gehen die letzten RWE-Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz. Bis 2030 sollen zwei Drittel der Braunkohle-Kraftwerkskapazität folgen. (ab)

Siehe auch: Neue RWE: Zukunftsträchtiger Öko-Riese oder Übernahmekandidat?

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