„Gemäß den vorgesehenen Störfallplänen wurden alle Ventile im Gasnetz in Eutin komplett geschlossen, da bei Gaswiederkehr und gleichzeitiger Einspeisung unter Umständen ein explosives Gemisch im System aufgetreten wäre“, erklärt Abteilungsleiter des Bereichs Leittechnik Service Peter Breuning.

„Gemäß den vorgesehenen Störfallplänen wurden alle Ventile im Gasnetz in Eutin komplett geschlossen, da bei Gaswiederkehr und gleichzeitiger Einspeisung unter Umständen ein explosives Gemisch im System aufgetreten wäre“, erklärt Abteilungsleiter des Bereichs Leittechnik Service Peter Breuning.

Bild: © Andrei Merkulov/AdobeStock

Die Pipelinegesellschaft Wiga ist Eigentümerin der Gasnetzbetreiber Gascade und NEL, die zusammen Netze in Deutschland mit einer Gesamtlänge von rund 4.150 Kilometern betreiben. Mit Sefe als Alleingesellschafterin der Wiga wäre sichergestellt, dass Gascade seine bestehende Infrastruktur zukünftig auf Wasserstoff umstellen kann, so Egbert Laege, CEO von Sefe.

Auch Wintershall Dea bestätigte den Verkauf der Anteile an Sefe und rechnet mit dem Abschluss der Transaktion im Sommer dieses Jahres. Die Pläne für den Verkauf von Wiga-Anteilen gab es bei Wintershall Dea bereits länger. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Fusionskontrollrechtliche Genehmigung steht aus

Um die Übernahme der Anteile von Wintershall Dea zu ermöglichen, musste die Bundesregierung als Sefe-Eigentümerin eine Anpassung zur ursprünglichen Genehmigung zur Rekapitalisierung der Sefe (Securing Energy for Europe) beantragen. Bislang galt für die Gesellschaft ein Erwerbsverbot.

Die Transaktion, für die noch eine fusionskontrollrechtliche Genehmigung der EU-Kommission aussteht, würde die Position von Sefe beim Thema Wasserstoffkompetenz in Deutschland und Europa verstärken, ordnete das Unternehmen ihre strategische Bedeutung ein.

Sefe entstand nach dem Einstieg der Holding Gazprom Germania durch die Bundesregierung als Rettungsmaßnahme im Jahr 2022. Ende 2028 muss sich der Bund von den Anteilen wieder trennen. In Bezug auf die anstehende Privatisierung unterstrich der CFO von Sefe, Christian Ohlms, die Bedeutung der Wiga-Übernahmen, mit der das Unternehmen seine Vermögensbasis stärken würde: "Es gilt, Sefe langfristig finanziell stabil weiterzuentwickeln". (am)

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