Die 100-prozentige Tochtergesellschaft "Jenenergie" ist gestartet. Ziel der Gesellschaft des Tochterunternehmens Stadtwerke Energie Jena-Pößneck ist es, Ideen, Services und Konzepte für smarte Quartiere zu entwickeln. Diese sollen perspektivisch der ganzen Stadt und Region zu Gute kommen. Dafür übernimmt die Jenergie die Regie im Modellprojekt Smartes Quartier Jena-Lobeda und nutzt die Erkenntnisse daraus, teilen die Stadtwerke Jena mit. Aktuell saniert das kommunale Wohnungsunternehmen "Jenawohnen" in der Ziegesarstraße circa 270 Wohnungen und stattet sie mit Smart-Home-Anwendungen aus.
Die Lerneffekte aus dem Modellprojekt sollen der Grundstein dafür sein, vernetzte Technologien und innovative Produkte in weiteren Quartieren in und um Jena anzubieten. Erster Ansatz für ein Geschäftsmodell ist eine digitale Mieterplattform. Über diese können sich Mieter und Vermieter austauschen, Mieter untereinander vernetzen können und alle Serviceangebote des Smarten Quartiers steuern oder abrufen. Die Plattform wird gemeinsam mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für das Smarte Quartier Jena-Lobeda entwickelt wird.
Doppelspitze: Wolfrum und Schmidt
Die Jenergie nimmt ihr Geschäft mit einer Doppelspitze auf: Jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum und Gunar Schmidt, Geschäftsführer Stadtwerke Jena Netze, bündeln in der neuen GmbH ihre langjährigen Erfahrungen in der Wohnungs- und Energiewirtschaft. Die beiden CEO wurden vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Energie Jena Pößneck zunächst bis Oktober 2025 als Geschäftsführer bestellt.
Wolfrum ist gleichzeitig Geschäftsführer der Stadtwerke Jena; zusammen mit seiner Kollegin Claudia Budich. Beide wiederum folgten auf die ehemaligen Geschäftsführer Thomas Zaremba und Thomas Dirkes, die zum 31. Januar ihre Ämter niederlegen und als erfolgreiches Duo galten. Die beiden hatten andere Auffassungen zur Neuausrichtung des Konzerns, was zu einem Zerwürfnis führte. (gun)



