Die im Bau befindliche LNG-Fähre der Stadtwerke Konstanz liegt im Fährhafen in Staad.

Die im Bau befindliche LNG-Fähre der Stadtwerke Konstanz liegt im Fährhafen in Staad.

Bild: © Stadtwerke Konstanz

Erst kam es zu Lieferverzögerungen. Dann wurde nachverhandelt. Die Stadtwerke Konstanz haben mittlerweile eingewilligt, zweieinhalb Millionen Euro mehr als ursprünglich vereinbart an die mit dem Bau der neuen Gasfähre beauftragte Werft Pella Sietas zu zahlen (die ZfK berichtete). Die Gesamtkosten werden mittlerweile mit rund 20,2 Mio. veranschlagt. Nun folgt der nächste Rückschlag für den Kommunalversorger: Das in Hamburg ansässige Schiffbauunternehmen hat vor einer Woche Insolvenz angemeldet.

Der Ausbau der Fähre, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben werden soll, kann aber offenbar fortgesetzt werden. Ein Sprecher der Stadtwerke bestätigte die entsprechende Berichterstattung des SWR. Hinsichtlich des weiteren Zeitplans werde man abwarten müssen, welche Entwicklungen die kommenden Wochen nehmen würden. Erst wenn es Fakten gebe, könne man konkret sagen, ob es Verzögerungen geben werde oder nicht.

Zahlreiche größere Arbeiten an der Fähre stehen noch an

Der Werft ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Lohnzahlungen für die meisten Beschäftigten bis einschließlich September sicherzustellen. Laut Insolvenzverwalter könnten somit die laufenden Aufträge des Unternehmens weitergeführt werden.

Im März 2022 sollte das Schiff ursprünglich in Betrieb gehen. Es stehen offenbar noch zahlreiche zentrale Arbeiten an. So müssen unter anderem die Propeller eingebaut werden, zudem fehlten Teile der Verglasung und Rohre. Aktuell wird an der Fähre nicht gearbeitet. Innerhalb der nächsten zwei Wochen hoffen die Stadtwerke darüber Aufschluss zu erhalten, wie es weiter geht.

Derweil sucht der Insolvenzverwalter der Werft nach möglichen Investoren. Sollte Pella Sietas die Arbeiten einstellen, wollen die Stadtwerke ein anderes Unternehmen mit dem Ausbau beauftragen. (hoe)

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