Die SWK Energie GmbH, eine Tochter der Stadtwerke Krefeld, übernimmt von der Kölner Rheinenergie wird bis zu 6100 Verträge mit Heizstromkunden. Auf eine entsprechende Kaufvereinbarung haben sich die beiden kommunalen Energieversorger geeinigt.
SWK Energie beliefert ab ersten Februar kommenden Jahres die betroffenen Haushalte mit Strom für Nachtspeicherheizungen und auch für Wärmepumpen. Die Kunden werden zu den bestehenden Konditionen der Rheinenergie versorgt.
Die Stadtwerke Krefeld und ihre Töchter SWK Energie und Lekker nutzen immer wieder gezielt Opportunitäten am Energiemarkt, um ihr Portfolio durch den Kauf von Kundenstämmen anderer Anbieter zu erweitern. "Das anorganische Wachstum ist ein Bestandteil unserer wertorientierten Wachstumsstrategie", heißt es auf Anfrage in Krefeld. Darüber hinaus sehe man den Wärmestrommarkt als Wachstumsmarkt.
Rheinlandkooperation soll im ersten Quartal 2023 umgesetzt werden
Das Unternehmen habe in der Vergangenheit mehrfach den reibungslosen und zügigen Übergang von Kundenportfolien in seine Systeme und Produktwelt ermöglicht und bekomme aufgrund seiner Expertise immer wieder neue Kundenportfolien zum Kauf angeboten. Zuletzt hatte die SWK Energie zwei Kundenportfolien von SLP-Kunden (Bonusstrom GmbH) sowie ein Portfolio von RLM / SLP-Kunden (Enovos Deutschland GmbH) erworben und integriert.
Die SWK und Rheinenergie gehen davon aus, dass alle Formalitäten des Verfahrens Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein werden. Durch die Vereinbarung zwischen Köln und Krefeld ist nun auch die letzte Hürde auf dem Weg zur sogenannten Rheinlandkooperation beseitigt.
Das Bundeskartellamt hatte im Zuge seiner kartellrechtlichen Freigabe der strategischen Verbindung von Rheinenergie und Westenergie Ende September aus Wettbewerbsgründen auf einer Veräußerung der Heizstromverträge bestanden. Beim Kölner Regionalversorger geht man nach wie vor von einer Umsetzung der Rheinlandkooperation im ersten Quartal des kommenden Jahres aus, heißt es auf Anfrage.
Bündelung von Stadtwerkebeteiligungen bei der Rhenag
Die Rheinlandkooperation sieht vor, dass Westenergie und Rheinenergie Stadtwerkebeteiligungen im Rheinland künftig beim Kölner Energieversorgungsunternehmen Rhenag bündeln werden. An der Rhenag wird die Rheinenergie zukünftig die Mehrheit der Anteile halten. Darüber hinaus wird die Westenergie ihren Anteil an den Stadtwerken Duisburg in Höhe von 20 Prozent auf die Rheinenergie übertragen, hierfür gab es bereits seit längerem grünes Licht.
Im Gegenzug erhöht die Westenergie ihren Anteil an der Rheinenergie von 20 Prozent auf künftig circa 24 Prozent. Alle erforderlichen kommunalen Beschlüsse sowie die Zustimmung der Kommunalaufsicht liegen laut Rheinenergie bereits vor. Auf dieses Vorgehen hatten sich die beteiligten Unternehmen bereits im Herbst 2020 verständigt. (hoe)



