Die Vorgaben des überarbeiteten Klimaschutzgesetzes sind für die Energiewirtschaft am sportlichsten.

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Bild: © Steag

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Überraschende Wende rund um den angeschlagenen Energiekonzern Steag: Die RAG-Stiftung wird nun doch nicht die Treuhänderschaft über die Anteile der kommunalen Eigentümer des Essener Unternehmens übernehmen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommunalen Verwaltungsgesellschaft GmbH (KSBG). Ausschlaggebend hierfür war offenbar das Votum der Partnerbanken der KSBG, wie der Steag-Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende der DSW21, Guntram Pehlke erklärte.

Laut der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung sollen sich die Banken „daran gestört haben, dass die Stiftung keine Sanierungserfahrung habe, was nicht zur notwendigen Restrukturierung des Konzerns passe“. Auch sollen die Kreditinstitute den politischen und gewerkschaftlichen Einfluss im Kuratorium der Stiftung bemängelt haben. Eigentlich war vorgesehen, dass die Stiftung die Steag bis 2023 sanieren und den Verkauf der kommunalen Anteile vorbereiten soll.

"Ausbau neuer und kohleferner Geschäftsfelder"

Begründet wird die neue Entwicklung von der KSBG mit der rascher als erwartet voranschreitenden Transformation der Steag. „Inzwischen ist insbesondere der Kohleausstieg der Steag sehr weit fortgeschritten“, erläuterte Pehlke. „Insofern sind die umfassenden Maßnahmen, wie wir sie in unseren Gesprächen mit den Verantwortlichen der RAG-Stiftung diskutiert haben, bereits zu Teilen initiiert worden. Wir sind daher mit den Verantwortlichen der Stiftung übereingekommen, dass die weiteren Maßnahmen insbesondere zum Ausbau neuer und kohleferner Geschäftsfelder sowie die Vorbereitung der geplanten Veräußerung nicht von der RAG-Stiftung begleitet werden.“

KSBG und Stadtwerke sondierten nun andere Lösungen für eine treuhänderische Übergabe und seien dazu bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit ausgewählten Ansprechpartnern, heißt es. Der Steag-Aufsichtsratsvorsitzende betonte, dass der aktuell in der Öffentlichkeit erweckte Eindruck, die RAG-Stiftung hätte bei den Gesellschaftern „keinen Rückhalt“ gehabt, nicht korrekt sei. „Vor allem die Initiative, bei allen Stakeholdern für einen monetären Beitrag zur Restrukturierung von KSBG und Steag zu werben und damit den nun folgenden Prozess überhaupt zu ermöglichen, geht auf die RAG-Stiftung zurück. Dafür möchten wir uns vonseiten der Stadtwerke ausdrücklich bedanken.“

Kommunale Gesellschafter bekräftigen Verkaufsabsichten

Der Steag-Aufsichtsratsvorsitzende bekräftigte, dass die Stadtwerke als Anteilseigner der Steag unverändert an ihren Veräußerungsabsichten festhalten: „An unseren Plänen hat sich nichts geändert. Und aufgrund der jüngsten Entwicklungen innerhalb der Steag sind wir entsprechend optimistisch, diesen Prozess in absehbarer Zeit umzusetzen.“ Ende Juli hatte die Steag mitgeteilt, dass das Unternehmen in eine neue Transformationsphase mit veränderten Schwerpunkten eintreten werde.

Die innerhalb der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG) als Gesellschafter agierenden Stadtwerke DSW21, Stadtwerke Bochum, Stadtwerke Dinslaken, Stadtwerke Duisburg, Energieversorgung Oberhausen und Stadtwerke Essen hatten zu Beginn dieses Jahres angekündigt, ihre Anteile an der Steag GmbH veräußern zu wollen. Dazu sollten die in der KSBG gehaltenen Steag-Anteile zunächst an einen Treuhänder übergeben werden.

Hierüber hatten die Verantwortlichen von KSBG und Stadtwerken in den vergangenen Monaten auch Gespräche mit der RAG-Stiftung geführt. Diese sollten eigentlich bis Ende Juni/Anfang Juli abgeschlossen sein. Nach ZfK-Informationen verzögerten sich die Gespräche aber, weil in einigen Fragen keine Einigkeit mit den Banken erzielt werden konnte. (hoe)

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