Eine Bärenskulptur steht vor dem Hauptsitz der Stromnetz Berlin GmbH auf dem Kartenhäuschen der Veranstaltungsstätte Arena Berlin. Der Senat will, dass das Berliner Stromnetz wieder dem Land gehört.

Eine Bärenskulptur steht vor dem Hauptsitz der Stromnetz Berlin GmbH auf dem Kartenhäuschen der Veranstaltungsstätte Arena Berlin. Der Senat will, dass das Berliner Stromnetz wieder dem Land gehört.

Bild: © Christoph Soeder/dpa

Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen auf 1.131,5 Mio. € nach 994,8 Mio. € im Vorjahr. Corona-bedingt hat sich der Stromtransport durch das Berliner Netz leicht verringert auf 12.607 Gigawattstunden (GWh). Die Konzessionsabgabe an das Land Berlin belief sich auf 143,2 Mio. €.

Auch im Jahr 2021 hat Stromnetz Berlin mit 225 Mio. € intensiv in den Erhalt, den Ausbau und die Digitalisierung des größten städtischen Verteilungsnetzes Deutschlands investiert. Diese Investitionstätigkeit auf Rekordniveau plant das Unternehmen auch für die kommenden Jahre – allein für 2022 mit 291 Mio. €. Zwischen 2022 und 2026 sollen insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro Investitionen in das Berliner Stromverteilungsnetz fließen. Dabei liegt der Fokus des Unternehmens auch weiterhin auf den Kernpunkten Versorgungssicherheit, Kundenorientierung und Klimaschutz.

Weitere Investitionen für leistungsfähige Stromnetze

Auf dem heutigen Jahrespressegespräch äußerte sich Stromnetz Berlin-Geschäftsführer Thomas Schäfer zur Bilanz des Unternehmens: „Mit der Rückkehr in das Eigentum des Landes Berlin liegt für das Unternehmen ein ereignisreiches Geschäftsjahr unter besonderen Rahmenbedingungen hinter uns“.

"Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, insbesondere auch, dass wir in Zeiten der Corona-Pandemie eine sichere Stromversorgung garantieren und auch kräftig investieren konnten. Gemeinsam mit dem Land Berlin werden wir nun weiter an der Leistungsfähigkeit und dem nachhaltigen Ausbau unseres Stromnetzes arbeiten und im Zusammenspiel mit den anderen Infrastrukturunternehmen die Stadt auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen", so Schäfer.

Leistungsstarker Partner der Energiewende

"Berlin hat mit seinem nun rekommunalisierten Stromverteilungsnetz einen leistungsstarken Partner bei der Energiewende, der aktuelle Herausforderungen wie den Ausbau der Solarenergie oder der Elektromobilität in der Stadt meistern wird", erklärte Wolfgang Neldner, Geschäftsführer der BEN Berlin Energie und Netzholding GmbH.

Die Stromnetz Berlin GmbH sei ein starkes Wirtschaftsunternehmen mit langfristig angelegter Investitionsoffensive, ein wichtiger Arbeitgeber und innovativer Infrastrukturbetreiber. Gemeinsam mit dem Land Berlin werde das Unternehmen für seine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Berliner Klimaziele weiter entwickelt.

Schwerpunkte für das Jahr 2022

Zu den Schwerpunkten des Unternehmens für das laufende Jahr zählt Stromnetz Berlin- Geschäftsführer Schäfer unter anderem weitere Maßnahmen, um den Hochlauf der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen und deren Anschluss an das Netz zu unterstützen.

Dazu kommen Aktivitäten zur Förderung der Elektromobilität durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur, den Neubau und die Modernisierung von Stromverteilungsanlagen wie Umspannwerke, Netzknoten und Kabeltrassen, die Fortsetzung der Arbeiten an einem neuen Betriebsführungskonzept für die Digitalisierung in der Niederspannung sowie weitere Aktivitäten zur Automatisierung von Mittelspannungsstationen. (hcn)

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