Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Saarbrücken.

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Saarbrücken.

Bild: © HONK Photos/Stadtwerke Saarbrücken

Einnahmeverluste im Verkehrs- und Bäderbereich, Mehrkosten für Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen und ein deutlich geringerer Strom- und Gasverbrauch von Industrie und Gewerbe haben das Ergebnis des Stadtwerke Saarbrücken Konzerns im Geschäftsjahr 2020 massiv belastet. Hinzu kamen zyklische Wartungs- und Instandhaltungskosten. Vor allem die verschobene Großrevision des Heizkraftwerks-Süd schlug hier mit einem Millionenbetrag zu Buche, heißt es in einer Pressemitteilung.

Aufgrund dieser Effekte schloss das Unternehmen mit einem Verlust von rund fünf Millionen Euro (2019: + 1,7 Mio. Euro) ab. Konkrete Umsatz- und Absatzzahlen teilte das Unternehmen nicht mit. Völlig unerwartet kommt der Fehlbetrag aber nicht. Rote Zahlen hatte Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Edlinger, angesichts der sich damals schon abzeichnenden Corona-Einbußen, bereits im Juli vergangenen Jahres bei der Vorstellung des Jahresabschlusses für 2019 nicht ausgeschlossen. Laut der aktuellen Pressemitteilung fiel das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 trotz des Defizits aber noch besser aus als erwartet.
 

co.met baut Marktposition aus

Im Netzgeschäft, der Trinkwasserversorgung und auch im Beteiligungsbereich verzeichnete der Versorger positive Ergebnisse. Die Die Energiedienstleistungstochter co.met konnte ihre deutschlandweite Marktposition laut eigenen Angaben weiter stärken.

Defizitär waren aber weiterhin die Stadtwerke Bäder mit 2,4 Millionen Euro und der Verkehrsbereich mit einem Verlust von 17,6 Millionen Euro. „Ohne den ÖPNV-Rettungsschirm wäre der Verlust im Verkehrsbereich aufgrund der stark gesunkenen Fahrgastzahlen bei einem vollen Angebot im öffentlichen Nahverkehr noch höher ausgefallen“, unterstreicht Stadtwerke- und Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger. Obwohl die Bäder durch die Schließungen niedrigere Einnahmen erzielten, liege das Defizit aufgrund der geringeren Betriebskosten auf dem Niveau von 2019.

Trotz der Pandemie sei es gelungen, wichtige Zukunftsprojekte wie beispielsweise die Erneuerung des Fernwärmenetzes umzusetzen, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Franz-Josef Johann. „Alles in allem investierten wir alleine bei unserer Tochter, der Stadtwerke Saarbrücken Netz im vergangenen Jahr 33 Millionen Euro, die höchste Summe seit Jahrzehnten“.

Ausgeglichenes Ergebnis ist das Ziel für das laufende Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 rechnet die Stadtwerke-Geschäftsführung mit einer schwarzen Null. „Wir sind zuversichtlich, dass wir dank des verlängerten ÖPNV-Rettungsschirmes, einer konsequent durchgesetzten Restrukturierung in allen Bereichen des Konzerns sowie dem Engagement unserer Belegschaft trotz steigender Kostenbelastungen ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen können“, erläutert Edlinger. (hoe)

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