Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG (im Bild die Hauptzentrale). Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.100 Kilometern Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern.

Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG (im Bild die Hauptzentrale). Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.100 Kilometern Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern.

Bild: © TEAG

Die Thüringer Energie AG (TEAG) hat im zweiten Jahr der Coronapandemie den Konzerngewinn vor Steuern mit 102 Mio. Euro stabil halten können. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2021sank bedingt durch steuerliche und regulatorische Sondereffekte auf 68 Mio. Euro (2020: 74,6 Mio.). Auch der Umsatz ging durch einen „EEG-bedingten“ Effekt im Netzbereich leicht auf 1,85 Mrd. Euro (2020: 1,9 Mrd.) zurück, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wir profitieren gerade in Krisenjahren von unserer breit aufgestellten Wertschöpfungskette, die wir in den neun Jahren als kommunales Unternehmen auf- und ausgebaut haben“, erklärte Teag-Vorstandssprecher Stefan Reindl bei der Vorstellung des Jahresabschlusses in Erfurt. Alle Geschäftsfelder hätten dabei positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. Die Umsätze und Kundenzahlen in den neuen Geschäftsfeldern Telekommunikation, Wärme, Elektromobilität, Photovoltaik und Energiedienstleistungen sind laut der Teag "durchwegs gestiegen".

Der Aufsichtsrat empfiehlt den kommunalen Aktionären, aus dem Bilanzgewinn der Teag, wie im Vorjahr, eine Dividende von 20 Euro pro Aktie auszuschütten. Der Energiekonzern investierte im vergangenen Jahr rund 188 Mio. Euro (2020: 165 Mio.), der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf dem Stromnetz.

Wachstum im Netz, bei E-Mobilität und Digitalisierung

Die Zahl der Einspeiser von Strom aus Erneuerbaren-Anlagen ins Netz des Teag-Tochterunternehmens TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2021 mit fast 24.000 einen Rekordwert erreicht – das entspricht rund 1.500 EEG-Anlagen mehr als noch im Vorjahr. Aktuell ist im Netz der Thüringer Energienetze eine installierte Leistung von knapp drei Gigawatt aus Anlagen zur Öko-Stromerzeugung installiert.

Weiter gewachsen ist 2021 auch das Ladenetz für E-Autos. So verfügte das öffentliche Ladenetz, welches Teag und die Thüringer Stadtwerke gemeinsam betreiben, zum Jahresende über rund 1.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Besonders im Fokus stehe hierbei superschnelles Laden (HPC) mit Ladeleistungen bis zu 300 kW, heißt es.

Ein weiterer wichtiger wichtiger Meilenstein sei im vergangenen Jahr mit der Inbetriebnahme des nach eigenen Angaben leistungsfähigsten Rechenzentrums des Freistaates Thüringen erreicht worden. Es handelt um ein Gemeinschaftsprojekt der Teag und der Sachsenenergie.

Ausblick mit Fragezeichen

Der Ausblick für das laufende Jahr ist angesichts des Kriegs mit der Ukraine mit einigen Fragezeichen versehen. „Sollte alles so laufen, wie es wir es auch derzeit noch planen, sehen wir die Teag auch in 2022 mit einem stabilen Geschäftsergebnis und weiterem Wachstum in unseren Kerngeschäften“, so Teag-Vorstandssprecher Stefan Reindl.

Die starke Volatilität an den deutschland- und europaweiten Energiemärkten sorge allerdings für anhaltende Unsicherheit. Die Krieg in Osteuropa habe eine globale Rohstoff- und Energiekrise zur Folge, die die Branche noch über Jahre in Atem halten werde. In der Konsequenz werde das einen Umbau der deutschen Energieversorgung nach sich ziehen: Den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren und damit verbunden der Energienetze, den Umbau der Erdgasversorgung hin zum Wasserstoff sowie den schnelleren Umstieg in Richtung Elektromobilität.

Die Teag stehe deshalb vor gewaltigen Herausforderungen, steigenden Investitionen und einem wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern. „Zugleich sind diese Herausforderungen aber auch eine Chance, denn Teag hat in den vergangenen Jahren die Weichen gestellt, um auf allen diesen neuen Geschäftsfeldern zu agieren“, so Reindl weiter. Ziel sei dabei der Erhalt und Ausbau der Versorgungssicherheit. (hoe)

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