Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg) ermittelt gegen Martin Ritter, Geschäftsführer der Stadtwerke Straubing, wegen des Verdachts der Untreue. Wie die Behörde bestätigte, wurden Räume des Unternehmens und eine Privatwohnung durchsucht. Die Lokalzeitungen "Straubinger Tagblatt" und "Südkurier" hatten zuerst darüber berichtet.
Ritter war von 2018 bis Ende 2020 Chef der Stadtwerke Bad Säckingen, die im Bezirk der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen liegt. Seit diesem Jahr leitet er den bayerischen Kommunalversorger. Ritter hatte die Stadtwerke Bad Säckingen auf eigenen Wunsch verlassen, wie es damals in einer Pressemitteilung hieß. (Die ZfK berichtete.)
Straubing bei Tatvorwurf außen vor
Worauf der Verdacht fuße, dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft auf ZfK-Anfrage nicht äußern. Vermutlich bezieht sich der Tatvorwurf auf seine Zeit in Bad Säckingen. Die Stadtwerke Straubing hätten damit jedenfalls nichts zu tun, teilt die Behörde mit.
Grundsätzlich ist die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen für die Durchführung der Ermittlungen zuständig, wenn der mutmaßliche Tatort in ihrem Bezirk liegt.
Prokurist übernimmt interimistisch
Zum Sachverhalt äußern wollten sich die Stadtwerke Bad Säckingen nicht. Sie verweisen auf die laufenden Ermittlungen und die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft.
Von den Stadtwerken Straubing war zu erfahren, dass Ritter bis auf Weiteres sein Amt ruhen lasse. Interimistisch habe Prokurist Günter Winter übernommen. (aba)



